Märkische Oderzeitung

Märkische Oderzeitung: Zum Jepsen-Rücktritt meint die Märkische Oderzeitung (Frankfurt/Oder) in ihrer Montagsausgabe am 19. Juli 2010:

Frankfurt/Oder (ots) - Irgendwie paradox: Musste nach Prügel- und Veruntreuungsvorwürfen der Augsburger Bischof Mixa als ein Vertreter des erzkonservativen Katholizismus seinen Hut nehmen, hat es mit der Nordelbischen Bischöfin Jepsen nun eine Vertreterin des hypermoralisierenden Linksprotestantismus getroffen. Sicher, die Fälle sind unterschiedlich gelagert. Doch was beide Bischöfe verbindet, ist die Selbstgerechtigkeit, mit der sie ihr Amt geführt und derweil zahlreiche Christen ihren Kirchen entfremdet haben. Während der Amtszeit der bekennenden Feministin gingen Hamburg rund 300 000 Gläubige verloren. Dass - im Gegensatz zu Mixa - der Rücktritt der ersten lutherischen Bischöfin jedoch bedauert wird, zeigt, wie man da mit zweierlei Maß misst. Den Opfern muss es wie Hohn klingen. Denn wie anders ist es zu nennen, sich an die eindeutigen Hinweise vor elf Jahren auf die Missbrauchsfälle in Ahrensburg nicht mehr zu erinnern? Hier hat Jepsen im Amt komplett versagt und der Vertuschung zumindest Vorschub geleistet. Da ist ein Rücktritt nicht "ehrenhaft" - er ist nur konsequent. +++

Pressekontakt:

Märkische Oderzeitung
CvD

Telefon: 0335/5530 563
cvd@moz.de

Original-Content von: Märkische Oderzeitung, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: Märkische Oderzeitung

Das könnte Sie auch interessieren: