Das könnte Sie auch interessieren:

Erste Bilder des neuen Ford Focus ST Turnier

Köln (ots) - - Neues, bis zu 206 kW (280 PS) starkes Sportmodell der Ford Focus-Baureihe debütiert auch ...

Bundespräsident Steinmeier ehrt die Jugend forscht Bundessieger 2019

Hamburg/Chemnitz (ots) - Deutschlands beste Nachwuchswissenschaftler in Chemnitz ausgezeichnet Die ...

AfD-Wahlparty: Absage-Mail der Vermieterin offenbart Intensität des Linksextremismus

Berlin (ots) - Die Alternative für Deutschland (AfD) musste ihre Wahlparty, die sie nach der Europawahl am ...

Alle Meldungen
Abonnieren Sie alle Meldungen von BERLINER MORGENPOST

05.05.2019 – 19:02

BERLINER MORGENPOST

BERLINER MORGENPOST: Berlins CDU muss liefern
Kommentar von Isabell Jürgens zur Berliner CDU

Berlin (ots)

Kurzform: Für die zweite Halbzeit dieser Legislaturperiode hat sich die Partei nun eine inhaltliche und strategische Neuausrichtung auf die Fahnen geschrieben. Hinter verschlossenen Türen hat sich die CDU-Fraktion auf ihrer Klausurtagung in Thüringen auf die Eckpunkte dieser Politik verständigt. Das ist schon mal ein guter Ansatz. Ob es der Partei aber tatsächlich gelingt, sich in den verbleibenden zweieinhalb Jahren als konservative Alternative zum rot-rot-grünen Regierungsbündnis in Stellung zu bringen, ist offen. Viel Zeit darf sie sich dabei jedenfalls nicht mehr lassen: In Umfragen dümpelt die Berliner CDU beharrlich unterhalb der 20-Prozent-Marke. Damit sich das ändert, muss das Profil der Partei endlich deutlich geschärft werden.

Der vollständige Kommentar: In der Außendarstellung lief es bei der Berliner CDU zuletzt alles andere als rund. Innerparteiliche Querelen um die mit dem Landesvorstand nicht abgesprochene Wahl Hildegard Benteles zur Europakandidatin sowie das Machtgezerre zwischen Noch-Landeschefin Monika Grütters und ihrem Herausforderer Kai Wegner dominierten die Schlagzeilen. Der dadurch vermittelte Eindruck, die Partei beschäftige sich lieber mit sich selbst als mit den drängenden Problemen der Hauptstadt, kam im bürgerlichen Lager nicht gut an. Auch inhaltlich agierte die Partei wenig glücklich. Zuletzt sorgte ein missratenes Radio-Interview zum Thema Enteignungen von CDU-Fraktionschef Burkard Dregger für Irritationen. Darin war der Eindruck entstanden, Dregger halte das Volksbegehren "Deutsche Wohnen & Co enteignen" für "bindend". Seine anschließenden Erklärungsversuche machten die Sache nicht besser. All das sah nicht nach wirkungsvoller Oppositionsarbeit gegen Rot-Rot-Grün aus. Für die zweite Halbzeit dieser Legislaturperiode hat sich die Partei nun eine inhaltliche und strategische Neuausrichtung auf die Fahnen geschrieben. Hinter verschlossenen Türen - "Wir haben die Presse nicht eingeladen, weil man dann offener redet", so Dregger - hat sich die CDU-Fraktion auf ihrer Klausurtagung in Thüringen auf die Eckpunkte dieser Politik verständigt. Das ist schon mal ein guter Ansatz. Ob es der Partei aber tatsächlich gelingt, sich in den verbleibenden zweieinhalb Jahren als konservative Alternative zum rot-rot-grünen Regierungsbündnis in Stellung zu bringen, ist offen. Viel Zeit darf sie sich dabei jedenfalls nicht mehr lassen: In Umfragen dümpelt die Berliner CDU beharrlich unterhalb der 20-Prozent-Marke. Damit sich das ändert, muss das Profil der Partei endlich deutlich geschärft werden.

Pressekontakt:

BERLINER MORGENPOST

Telefon: 030/887277 - 878
bmcvd@morgenpost.de

Original-Content von: BERLINER MORGENPOST, übermittelt durch news aktuell

Alle Meldungen
Abonnieren Sie alle Meldungen von BERLINER MORGENPOST
  • Druckversion
  • PDF-Version

Orte in dieser Meldung

Themen in dieser Meldung