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19.08.2002 – 10:00

Shell Deutschland Oil GmbH

14. Shell Jugendstudie zeigt Wertewandel bei Heranwachsenden / Aufstieg statt Ausstieg: Jugendliche gestalten ihre Zukunft pragmatisch und zielorientiert

14. Shell Jugendstudie zeigt Wertewandel bei Heranwachsenden /
Aufstieg statt Ausstieg: Jugendliche gestalten ihre Zukunft
pragmatisch und zielorientiert
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    Hamburg/Berlin (ots)

    Sperrfrist: 19.08.2002, 10:00 Uhr!!    

    - Kurzfassung -          Jugendliche heute sind pragmatisch. In einem Wertecocktail mixen sie, was ihnen passend erscheint: Fleiß und Macht, Familie und Sicherheit, Kreativität und Lebensstandard - alles geht gleichzeitig. Gesellschaftlichen und persönlichen Herausforderungen stellt sich der Nachwuchs und will seine Probleme selbst lösen. Der Politik und den Parteien sprechen die Jugendlichen nur wenig Lösungskompetenz zu. Zu diesen Erkenntnissen kommt die 14. Shell Jugendstudie, die heute der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Die Untersuchung wurde gemeinsam von den Bielefelder Sozialwissenschaftlern Professor Dr. Klaus Hurrelmann und Professor Dr. Mathias Albert und einem Team des Münchener Forschungsinstitutes Infratest Sozialforschung verfasst. Im Auftrag der Deutschen Shell befragten die Forscher mehr als 2.500 Jugendliche im Alter von 12 bis 25 Jahren zu ihrer Lebenssituation, ihren Wertvorstellungen und ihrer Einstellung zur Politik.          Sinkendes Vertrauen in Politik

    Im Vergleich zu den vorherigen Untersuchungen zeigt die 14. Shell Jugendstudie, dass sich ein Trend deutlich verstärkt hat: Das Interesse der Jugendlichen an Politik ist weiter rückläufig. Nur 34 Prozent bezeichnen sich als politisch interessiert. Gerade einmal 35 Prozent würden ganz sicher an Wahlen teilnehmen, weitere 37 Prozent nur "wahrscheinlich". Dessen ungeachtet sind die Heranwachsenden gesellschaftlich aktiv. Dabei orientieren sie sich an konkreten und praktischen Fragestellungen, die für sie auch mit persönlichen Chancen und Nutzen verbunden sind.          Grundlegender Wertewandel

    Die Studie zeigt auch, dass sich die Werte der Heranwachsenden grundlegend verändern. "Aufstieg statt Ausstieg" lautet das Motto, nach dem die Jugendlichen ihre Zukunft gestalten. "Die ideologisch unterfütterte 'Null-Bock'-Stimmung früherer Generationen ist passé", so Projektleiter Klaus Hurrelmann. Auf die erhöhten Leistungsanforderungen und Risiken unserer gegenwärtigen Gesellschaft reagiert die Jugend optimistisch und mit erhöhter Leistungsbereitschaft. Dieser Wertewandel, der sich bereits in den 90er Jahren angedeutet hatte, wird in der vorliegenden Studie erstmals umfassend sichtbar gemacht.          Leistung, Sicherheit sowie Macht und Einfluss liegen stark im Trend - ebenso wie Kreativität, Toleranz und Genuss. Traditionelle und moderne, scheinbar widersprüchliche Werte vereinen sich zu einer neuen Synergie. Gleiches gilt für die Lebensplanung: Karriere und Familie sind zwei zentrale, gleichberechtigte Zielvorstellungen - gerade auch für Mädchen und junge Frauen. In diesem Zusammenhang fällt auf, dass mehr Mädchen als Jungen eine höhere Bildung anstreben. In der Schulbildung haben sie die Jungen inzwischen sogar überholt.          Erfolgsfaktor Bildung

    Den neuen positiven Zeitgeist verkörpern vor allem die
Jugendlichen, die in Schule und Beruf erfolgreich sind. Mit
persönlichem Ehrgeiz und Einsatz tragen sie zu einer produktiven
gesellschaftlichen Entwicklung bei. Hurrelmann unterstreicht: "Vor
allem zwei Gruppen, die jeweils ein Viertel der Jugend in Deutschland
ausmachen, setzen den Trend - die ‚selbstbewussten Macher', eine
Aufsteigergruppe aus der breiten Mitte der Gesellschaft, und die
‚pragmatischen Idealisten', die bevorzugt aus den
bildungsbürgerlichen Schichten stammen. Beide bekennen sich klar zum
Leistungswettbewerb, wobei letztere sich zusätzlich besonders für
gesellschaftliches Engagement stark machen."
    
    Potenziell benachteiligt sehen sich diejenigen Heranwachsenden,
die mit den Anforderungen in Schule und Beruf weniger gut
zurechtkommen und darauf mit Aggression oder Resignation reagieren.
"Hier ist die Gesellschaft aufgerufen, Integrationsarbeit zu
leisten", so Hurrelmann.
    
    Mit der 14. Shell Jugendstudie setzt die Deutsche Shell ihr
Engagement in der Jugendforschung fort. Bereits seit 1952 beauftragt
das Energie-Unternehmen führende Forschungsinstitute mit der
Erstellung von Studien, um Einstellungen, Stimmungen und
Zukunftserwartungen von Jugendlichen zu dokumentieren. "Wir als
Erwachsene schaffen die Rahmenbedingungen, unter denen die Jugend
aufwächst", sagt Kurt Döhmel, Vorsitzender der Shell Geschäftsführung
in Deutschland. "Es ist daher wichtig zu erfahren, wie junge Leute
die Welt sehen, denn so können wir auch unsere eigenen Werte kritisch
überprüfen."
    
    Die 14. Shell Jugendstudie ist im Fischer Taschenbuch Verlag,
Frankfurt am Main, unter dem Titel "Jugend 2002 - Zwischen
pragmatischem Idealismus und robustem Materialismus" erschienen und
im Buchhandel erhältlich (ISBN-Nr. 3-596-15849-4, Euro 12,90).
    
    Weitere Informationen zur 14. Shell Jugendstudie finden Sie im
Internet unter www.shell-jugendstudie.de.
    
    
ots Originaltext: Deutsche Shell
Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de


Ansprechpartner:
Deutsche Shell
External Affairs Central Europe
Dr. Axel Zander, Rainer Winzenried
Tel.: 040 / 6324-5463    
Fax: 040 / 6324-5652
E-Mail: axel.zander@shell.com

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