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30.11.2004 – 15:18

prmagazin

„Mit erhobenem Zeigefinger zu kommunizieren, ist nicht zeitgemäß.“ / Verschwendet der Verband deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) Millionen?

    Remagen (ots)

„Peinlich“ und „altbacken“, „zu negativ“ und am Kunden vorbei – die Gemeinschaftswerbung des Verbands deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) ist in die Kritik geraten. Das meldet das prmagazin in seiner Dezember-Ausgabe. Das Werbekonzept muss den individuellen Nutzen für den Kunden betonen, meinen viele VDV-Mitglieder. Preis und Service sollten im Vordergrund stehen. Moralische Appelle ans Umweltgewissen seien nicht mehr zeitgemäß, heißt es aus den Unternehmen. Verschwendet der Verband sinnlos Millionen?

    VDV-Pressechef Friedhelm Bihn hält die Vorwürfe für ungerechtfertigt: „Dem ÖPNV werden immer mehr Gelder weggenommen. Es ist notwendig, die Politik auf die Folgen solcher Maßnahmen hinzuweisen.“ Der Verband muss sich laut Bihn auf das „Political Engineering“ konzentrieren. Der Kundennutzen sei Sache der rund 430 Verkehrsunternehmen vor Ort.

    Viele Verbandsmitglieder halten diese Position für falsch. Ein Arbeitspapier des Berliner Wissenschaftlers Martin Gegner verhärtet die Fronten. Die Sprache des Verbands gerät für den VDV-Kritiker in die Nähe „vulgärmarxistischer Terminologie“: „Sie unterstellt dem Bürger implizit das falsche Bewusstsein.“

ots-Originaltext: prmagazin

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Kontakt:
Thomas Rommerskirchen
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