Aktionsbündnis gegen AIDS

Zum G8-Gipfel: Bundesweite Solidaritätsaktion für Menschen mit HIV/Aids
Tausende Bürger und Bürgerinnen machen auf die globale Dimension von HIV und Aids aufmerksam

    Tübingen (ots) - Während in St. Petersburg auf dem G8-Gipfel die Eindämmung von Infektionskrankheiten auf der Agenda steht, findet zum dritten Mal die "Nacht der Solidarität" statt. Am 15. Juli 2006 werden deutsche Städte eine Woche nach der gelungen WM 2006 Schauplatz einer außergewöhnlichen Solidaritätsbekundung mit 40 Millionen Menschen, die weltweit mit HIV/Aids leben.

    Das Symbol der roten Lichterschleife auf Marktplätzen, in Fußgängerzonen, auf Sportplätzen und vor Kirchen wird über 150 Organisationen und Tausende Bürgerinnen und Bürger in dieser Nacht miteinander verbinden. Begleitend gibt es in zahlreichen Orten Informations- und Benefizveranstaltungen, Konzerte, Filmvorführungen, Demonstrationen, Ausstellungen und Gottesdienste. Regionale AIDS-Hilfen fordern gemeinsam mit entwicklungspolitischen Organisationen, Gesundheitszentren und Kirchengemeinden einen globalen Zugang zu Behandlung für Menschen mit HIV/Aids. Sie möchten, dass die Regierungen der G8 endlich ihre Versprechen einlösen und mehr für die Ausweitung der HIV-Prävention und der Aids-Behandlung tun.

    Aufgerufen zu der Veranstaltung hat das Aktionsbündnis gegen AIDS, ein Zusammenschluss von fast 100 zivilgesellschaftlichen und kirchlichen Organisationen der Aids- und Entwicklungszusammenarbeit sowie mehr als 270 lokaler Basisinitiativen in Deutschland. Gemeinsam appellieren sie an die Bundesregierung und an die Pharmaindustrie, ihre Verantwortung im weltweiten Kampf gegen HIV/Aids gerecht zu werden.

    Vor einem Jahr kündigten die G8 an, bis 2010 "Universal Access" - den allgemeinen Zugang zu HIV-Prävention, Behandlung und Pflege zu ermöglichen. Der Schutz vor einer HIV-Infektion und die Behandlung mit so genannten antiretroviralen Medikamenten sind für die meisten Menschen in Armut unerreichbar. Damit tragen Bevölkerungsgruppen ohne wirtschaftliche Reserven einen immer größeren Teil der Krankheitslast. Besonders konzentrieren sich Erkrankungs- und Sterbefälle in der Altersgruppe der jüngeren Erwachsenen, die für die Produktion, Erziehung und die soziale Sicherung unentbehrlich sind. Die Aids-Epidemie und das massenhafte Sterben zerstören so die Entwicklungsbemühungen vor allem ärmerer Länder. Die Eindämmung von HIV/Aids ist deshalb eine zentrale Voraussetzung für die Armutsbekämpfung und sollte somit eines der entscheidenden Themen bei den Verhandlungen vom 15. bis 17. Juli in Russland sein. Weitere Informationen zu unserer Aktion: www.aids-kampagne.de/aktiv/solidaritaet.html.

Pressekontakt: Aktionsbündnis gegen AIDS

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