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Hoher Druck gegen hartnäckigen Schmutz: Tipps zur Autowäsche nach dem Winter

Mit dem Hochdruckreiniger lässt sich das Auto nach dem Winter leicht reinigen, wie hier in einem Kärcher Clean Park. Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/52291 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/Alfred Kärcher GmbH & Co. KG"
Mit dem Hochdruckreiniger lässt sich das Auto nach dem Winter leicht reinigen, wie hier in einem Kärcher Clean Park. Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/52291 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/Alfred Kärcher GmbH & Co. KG"

Winnenden (ots) - Die fünf Kilo extra auf den Hüften. Die Weihnachts-Deko, die endlich abgehängt werden müsste. Und die Erkältung, die einfach nicht weggeht. Der Winter mag langsam abziehen, er lässt aber auch so einiges zurück. Im Haus, im Garten - und am Auto. Höchste Zeit für einen Frühjahrsputz.

Manch einer steuert seinen Wagen dafür in die Waschanlage, ein anderer zum Waschplatz. Das kostet zwar Geld, hat aber Vorteile: Werkzeuge und Reinigungsmittel sind hier zum Beispiel optimal eingestellt und dosiert, Fehler daher fast ausgeschlossen. Und das Abwasser landet gleich da, wo es hingehört. Viele säubern ihr Auto aber noch immer selbst und daheim, etwa in der Einfahrt. Damit der Frühjahrsputz gelingt, gibt es dabei einiges zu beachten.

Den Anfang macht dabei die Wahl des Werkzeugs. Denn Winterdreck ist hartnäckig. "Mit Schwamm und Wasser aus dem Eimer allein bekommen Sie das nicht mehr weg", sagt Thomas Drott, Geschäftsführer des Bundesverbands Tankstellen und Gewerbliche Autowäsche (BTG). "Mit dem Hochdruckreiniger lässt der sich schon entfernen oder zumindest anlösen."

Ganz ohne Feinarbeit geht es trotzdem nicht. Folgende fünf Schritte sind der beste Weg zum sauberen Auto:

1. Einsprühen mit Reinigungsmittel, und zwar großflächig. Das allein trägt schon dazu bei, den gröbsten Schmutz abzulösen. Dabei gilt die Grundregel "Konzentration statt Menge" - also nicht literweise stark verdünnten Reiniger verwenden, eher kleine und dafür sehr konzentrierte Mengen. Ein Prozent ist das beste Mischverhältnis.

2. Mit dem Hochdruckreiniger absprühen. Dabei gilt erstens: nur den Flachstrahl verwenden. Das verhindert, dass einzelne empfindliche Teile zu viel Druck auf einmal abbekommen. Und zweitens sollte zwischen Reiniger und Auto immer mindestens 30 Zentimeter Sicherheitsabstand sein. Das schützt nicht nur vor Schäden, sondern sorgt auch für eine optimale Reinigung.

3. Der Hochdruckreiniger entfernt den gröbsten Schmutz, aber nicht den Grauschleier, den feineren Dreck also. Deshalb ist jetzt Muskelarbeit gefragt, am besten per Waschbürste mit Schlauchanschluss - oder einfach das passende Waschbürstenzubehör für den Hochdruckreiniger nutzen. Um nichts zu übersehen und doppelte Arbeit zu vermeiden, sollte man systematisch vorgehen und das Auto zum Beispiel konsequent von unten nach oben putzen. Das gibt zudem eine bessere Orientierung, welcher Bereich schon mit der Bürste bearbeitet wurde.

4. Abspülen, am besten wieder mit dem Hochdruckreiniger. Neben Düse und Abstand ist das vor allem eine Frage des Winkels. Besonders aufpassen müssen dabei Besitzer von Autos mit großen Steinschlagschäden, etwa in der Motorhaube. "Der Steinschlag schafft dann eine Kante im Lack", erklärt Drott. "Und wenn das Wasser da in spitzem Winkel auftritt, können Ihnen Lackstücke wegfliegen."

5. Trocknen lassen beziehungsweise trocken wischen - am besten mit einem Leder, nicht mit einem Mikrofasertuch. Denn das kann kleine Kratzer im Lack hinterlassen. Das passiert übrigens auch schnell bei der Wagenwäsche per Schwamm oder Lappen, warnt Drott - vor allem, wenn jemand dabei am Wasser spart. Sind dann noch Schmutzpartikel am Auto, können sich diese in den Poren absetzen und somit den Wagen beschädigen.

Interview: Früher wäre besser

Drei Fragen an Thomas Drott, Geschäftsführer des Bundesverbands Tankstellen und Gewerbliche Autowäsche (BTG), zur Autowäsche nach dem Winter.

Herr Drott, warum kommen wir ausgerechnet im Frühling auf die Idee, das Auto zu waschen?

Dafür gibt es zwei Gründe: Erstens wollen viele Autofahrer jetzt natürlich die Winterschäden beseitigen. Und zweitens haben wir im Frühling generell den Drang, alles wieder schick haben zu wollen. Deshalb gibt es ja auch den Frühjahrsputz, das ist im Grunde das Gleiche.

Was sind die typischen Herausforderungen bei der Autowäsche nach dem Winter?

Ein typischer Winterschaden ist verkrusteter Schmutz. Hauptgrund dafür ist das Streusalz. Seit ein paar Jahren wird es feucht auf der Straße aufgebracht - dadurch gefriert es nicht so schnell wieder, gleichzeitig vermischt es sich aber auch mit anderem Schmutz auf der Straße; Asphaltresten oder kleinen Steinen zum Beispiel. Das wird dann alles aufgewirbelt, wenn man mit dem Auto hindurchfährt.

Ist es dann überhaupt eine gute Idee, mit der Wäsche bis nach dem Winter zu warten?

Wenn feuchter Schmutz einmal getrocknet ist, geht er so schnell nicht wieder weg - das ist wie beim Rotweinfleck auf dem Hemd. Spätestens im Frühjahr sollte man diesen Schmutz entfernen. Noch besser ist aber eigentlich, das Auto auch im Winter regelmäßig zu waschen. Viele machen das leider nicht und haben dann im Frühjahr mit sehr hartnäckigem Schmutz zu kämpfen.

Infokasten: Autowäsche auf dem eigenen Grundstück

Für die Autowäsche abseits von Waschplatz und -straße gibt es Regeln. Erlaubt ist das grundsätzlich nur auf privaten Grundstücken, nicht auf öffentlichen Straßen. Ob Reinigungsmittel zum Einsatz kommen oder nicht, spielt dabei keine Rolle. Auch in der eigenen Einfahrt ist die Autowäsche nur erlaubt, wenn das Wasser anschließend über ein Kanalisationsnetz in die Kläranlage fließt. Je nach Bundesland und Kommune kann es darüber hinaus weitere Regeln geben. Auskunft erteilt zum Beispiel die Untere Wasserbehörde vor Ort.

Pressekontakt:

Tim Maier
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