Bundesverband Erneuerbare Energie e.V.
Erneuerbare als Resilienzfaktor berücksichtigen!
Erneuerbare als Resilienzfaktor berücksichtigen!
Berlin, 29. Januar 2026: Der Koalitionsausschuss hat gestern Abend Beschlüsse zur Stärkung der Resilienz von kritischer Infrastruktur gefasst. Der Bundesverband Erneuerbare Energie BEE begrüßt die Beschlüsse, kritisiert jedoch das Ausklammern der Erneuerbaren in dem Dokument.
„Der Koalitionsausschuss setzt mit der Agenda für Resilienz und mehr Souveränität in Deutschland die richtigen politischen Leitplanken angesichts wachsender geopolitischer Spannungen. Das ist ausdrücklich zu begrüßen. Die Schlüsseltechnologien für mehr Unabhängigkeit fehlen allerdings gänzlich im Beschluss: Erneuerbare Energieformen werden in der Agenda nicht genannt – obwohl sie für diese Ziele unverzichtbar sind. Wer einseitige Abhängigkeiten in der Energieversorgung reduzieren will, braucht Erneuerbare“, betont BEE-Präsidentin Ursula Heinen-Esser.
Der Beschluss des Koalitionsausschusses stellt die Stärkung von Resilienz und Souveränität in den Mittelpunkt des politischen Handelns. Vor dem Hintergrund geopolitischer Spannungen und hybrider Bedrohungen kündigt die Koalition Maßnahmen zum Schutz kritischer Infrastrukturen, zur Reduzierung einseitiger Abhängigkeiten, zur Diversifizierung von Lieferketten sowie zur Verbesserung der Investitionsbedingungen und der wirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit an. Zentrale Instrumente sollen dabei Bürokratieabbau, Genehmigungsbeschleunigung, höhere Investitionen in Infrastruktur sowie eine sichere und bezahlbare Energieversorgung sein.
“Dezentral erzeugter Strom aus Millionen individueller Erneuerbaren-Anlangen, verteilt über das ganze Land, trägt schon heute wesentlich zur energetischen Unabhängigkeit bei. Diese Dezentralität stärkt bereits jetzt die Widerstandsfähigkeit unseres Energiesystems gegen Sabotage, Cyberangriffe und Versorgungsstörungen. Darüber hinaus schaffen Erneuerbare Energieversorger heimische Wertschöpfung, stabilisieren Lieferketten und leisten damit auch einen weiteren Beitrag zur wirtschaftlichen Souveränität des Landes. Beim Thema Sicherheit steht die Branche bereit, ihren Beitrag mit unseren Technologien und unserer Expertise zu leisten und reicht den verantwortlichen Behörden die Hand”, so Ursula Heinen-Esser weiter.
„Gerade erst hat die Regierung auf dem Nordseegipfel die Bedeutung erneuerbarer Energie für die Souveränität Europas hervorgehoben. Wenn die Bundesregierung dieses Bekenntnis zu Resilienz und Souveränität ernst meint, muss sie ins Handeln kommen und die Energiewende weiter vorantreiben. Dafür braucht es nicht nur möglichst gleichmäßig über das Land verteilte Erzeugungskapazitäten, sondern auch smarte und digitalisierte Netze für verbesserte Transparenz auf Erzeuger- und Verbraucherseite. Das bedeutet verlässliche Ausbaupfade, einen ambitionierten Netzausbau und den konsequenten Abbau investitionshemmender Bürokratie”, ergänzt Bärbel Heidebroek, Vizepräsidentin im BEE.
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