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Jedes vierte Unternehmen kontrolliert das Verbot privater E-Mails am Arbeitsplatz

    Hamburg (ots) - Knapp jedes zweite deutsche Unternehmen verbietet seinen Beschäftigten, private E-Mails am Arbeitsplatz zu bearbeiten. Davon kontrolliert mehr als die Hälfte der Firmen, ob das Verbot auch eingehalten wird. Private E-Mails aus dem Büro zu schreiben, kann somit erhebliche arbeitsrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen - so droht bei exzessivem Gebrauch die Kündigung. In 42 Prozent der Betriebe steht es der Belegschaft hingegen frei, ob sie das Internet zur privaten Kommunikation nutzt. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie "IT-Security 2008" der Fachzeitschrift InformationWeek, die zusammen mit Steria Mummert Consulting ausgewertet wurde.

    Auch wenn es für viele Beschäftigte selbstverständlich ist, per E-Mail eine Verabredung nach Feierabend zu bestätigen oder das Wochenende zu planen - ohne eine Freigabe der privaten Internetnutzung begeben sich Arbeitnehmer auf dünnes Eis. Für klare Verhältnisse kann beispielsweise eine Betriebsvereinbarung sorgen. Fehlt eine betriebliche Regelung, so ist dies nach Auffassung des Bundesarbeitsgerichtes mit einem Verbot des privaten E-Mail- und Internetverkehrs gleichzusetzen.

    Liegt ein ausdrückliches Verbot vor, so darf der Arbeitgeber den gesamten elektronischen Mail-Verkehr überwachen. Die Rechtsprechung geht allerdings von einer stichprobenartigen und keiner permanenten Überprüfung aus. An diese Vorgabe hält sich auch der Großteil der überwachenden Unternehmen (78 Prozent). Rund jeder fünfte Befragte kontrolliert den E-Mail-Verkehr jedoch kontinuierlich.

    Doch selbst Unternehmen, die den betriebseigenen Internetzugang
für Privatzwecke geöffnet haben, handeln nicht immer juristisch
sicher. Dies gilt vor allem dann, wenn Beschäftigte das
Firmenpostfach für die private Kommunikation nutzen. Denn infolge der
Privatnutzung werden die Unternehmen zu einem geschäftsmäßigen
Anbieter von Telekommunikationsdiensten. Sie unterliegen daher
rechtlichen Pflichten aus dem Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) und dem
Telekommunikationsgesetz (TKG). Demzufolge sind Überwachung und
Speicherung privater      E-Mails unzulässig. Eine zentrale
Archivierung des gesamten E-Mail-Verkehrs, etwa zur Erfüllung von
Compliance-Anforderungen, ist somit nicht erlaubt. Zuvor müssten die
geschäftlichen von den privaten E-Mails technisch aufwändig getrennt
werden. Unternehmen, die deshalb nicht gleich die private Nutzung
verbieten wollen, können beispielsweise der Belegschaft freie
E-Mail-Accounts anbieten, separate Privatadressen zur Verfügung
stellen oder Betriebsvereinbarungen anstreben, in der die Mitarbeiter
einer zentralen Archivierung zustimmen.

    Hintergrundinformationen An der Studie "IT-Security 2008" nahmen 468 IT-Manager und IT-Sicherheitsverantwortliche aus Deutschland teil. Die Befragung wurde in Form elektronischer Interviews von der Fachzeitschrift InformationWeek durchgeführt und mit Unterstützung von Steria Mummert Consulting ausgewertet.

Pressekontakt:
Steria Mummert Consulting
Birgit Eckmüller
Tel.: +49 (0) 40 22703-5219
E-Mail: birgit.eckmueller@steria-mummert.de

Faktenkontor
Jörg Forthmann
Tel.: +49 (0) 40 22703-7787
E-Mail: joerg.forthmann@faktenkontor.de

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