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Mitteldeutsche Zeitung: Viele Brücken sind marode Bauministerium sieht aber keine akute Gefahr

    Halle (ots) - "Der Zustand vieler Brücken ist  nicht zufrieden stellend." Das sagte der Sprecher des Bau- und Verkehrsministeriums, Harald Kreibich, der in Halle erscheinenden Mitteldeutschen Zeitung (Dienstagausgabe). So seien 46 Prozent aller Brücken über Landesstraße in den nächsten Jahren erneuerungs- oder instandsetzungsbedürftig. Die CDU-Landtagsfraktion hatte gefordert, ein Programm zur Sanierung von desolaten Brücken im Land auflegen. "Anhaltspunkte für eine dramatische Situation gibt es aber nicht", so Kreibich. Vielmehr stehe Sachsen-Anhalt im bundesweiten Vergleich noch relativ günstig da: Einer Dekra-Studie zufolge müsste in Deutschland mehr als jede zehnte Straßenbrücke aus Sicherheitsgründen sofort gesperrt werden. In Sachsen-Anhalt seien hingegen lediglich 100 der über 2000 Brücken wegen ihres baulichen Zustandes in der Tragfähigkeit eingeschränkt. Bau- und Verkehrsminister Karl-Heinz Daehre (CDU) führt dies auf die hohen Investitionen des Landes in den vergangenen Jahren in den Erhalt und den Neubau von Brücken zurück. "Ausgaben in die Verkehrsinfrastruktur sind immer auch Investitionen in die Sicherheit", so Daehre. Nichtsdestotrotz bestehe in den kommenden zehn Jahren für Brücken über Landesstraße ein Sanierungsbedarf von rund 92 Millionen Euro. Knapp die Hälfte davon müsse in den nächsten fünf Jahren investiert werden, damit sich der Zustand der Brücken nicht weiter verschlechtere. Daehre begrüßte zwar die Forderung seines Parteifreundes Schröders nach einem speziellen Sanierungsprogramm, hält dessen Realisierung aber aufgrund des enormen Finanzbedarfs für "schwer zu realisieren".

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