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Mitteldeutsche Zeitung: Streichung der Weihnachtsbeihilfen für Sozialhilfeempfänger Kritik von der Arbeiterwohlfahrt: Entscheidung ist rechtlich angreifbar

    Halle (ots) - Das Land Sachsen-Anhalt hat erstmals die Weihnachtsbeihilfen für Sozialhilfeempfänger aus Alten- und Behinderten-Pflegeeinrichtungen gestrichen. Wohlfahrtsverbände kritisieren die Entscheidung heftig. "Heimbewohner haben keine reale Möglichkeit, etwas für Weihnachten anzusparen", sagte Diakonie-Sprecher Frieder Weigmann der in Halle erscheinenden Mitteldeutschen-Zeitung (Freitag-Ausgabe). Der Landesgeschäftsführer der Arbeiterwohlfahrt, Wolfgang Schuth, hält diese Entscheidung für "rechtlich angreifbar".

    Bislang waren Heimbewohnern 31 Euro gezahlt worden, damit sie sich Wünsche erfüllen oder Geschenke kaufen können. Begründet wird die Streichung, die auch jeden anderen Sozialhilfeempfänger trifft, mit der Pauschalisierung der Sozialhilfe zum 1. Januar 2005. Der von 285 auf 331 Euro erhöhte Grundbetrag zum Lebensunterhalt erhalte bereits Ansparbeträge für besondere Anlässe, so Christiane Baumann vom Sozialministerium.

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