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Mitteldeutsche Zeitung: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Bank-Chef Maas

Halle (ots) - Die Staatsanwaltschaft Halle bestätigt die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens gegen den Chef der Investitionsbank Sachsen-Anhalt, Manfred Maas. "Es besteht der Verdacht der Vorteilsnahme", sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft der in Halle erscheinenden Mitteldeutschen Zeitung (Freitagausgabe). Maas hat sich von den Staatswerken Zeitz zu Fußballspielen des FC Schalke und des FC Bayern München einladen lassen. Die Mitteldeutsche Zeitung deckte das Anfang 2017 auf. Nun wird untersucht, ob es einen "dienstlichen Bezug" dafür gab. Maas darf private Einladungen annehmen, nicht jedoch, wenn er dienstlich mit dem Geber zu tun hat.

Im Auftrag der Staatsanwaltschaft haben am Dienstag zwei Beamte in der Zentrale der Investitionsbank am Magdeburger Domplatz Unterlagen gesichert. Es handelt sich dabei um Förderanträge. Diese werden nun gesichtet und ausgewertet. Die Ermittlungen gegen Maas ins Rollen gebracht, hat ein Verfahren gegen den ehemaligen Zeitzer Stadtwerke-Geschäftsführer Andreas Huke. Formal ist die Investitionsbank eine Tochter der Norddeutschen Landesbank (Nord/LB). Nach Informationen der Zeitung will die Nord/LB heute Maas davon überzeugen, sein Amt bis zur Klärung der Vorwürfe ruhen zu lassen. Zur neuen Entwicklung äußerte sich die Nord/LB bisher nicht. Manfred Maas war nicht erreichbar.

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