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Mitteldeutsche Zeitung: zu Beleidigungen in sozialen Medien

Halle (ots) - Durch die Möglichkeit, anonym zu motzen, haben diese aber leichteres Spiel. Ein Beispiel: Im echten Leben, von Angesicht zu Angesicht, kann eine üble Beleidigung eine direkte, handfeste Reaktion des Beleidigten nach sich ziehen - oder juristische Konsequenzen haben. Das droht einem anonym im Internet nicht. Solange etwa den US-Konzern Facebook Volksverhetzung auf seiner Seite weniger stört als Bilder nackter Brüste, wird sich das jedoch nicht ändern. Das Pöbel-Problem geht aber auch tiefer. Im 25. Jahr der Meinungsfreiheit haben nicht alle begriffen, dass diese Freiheit nicht nur bedeutet, seine eigene Meinung kundtun zu können. Sondern, dass dazu gehört, andere Meinungen auszuhalten. Und, drittens: Dass die eigene Freiheit dort endet, wo sie andere einschränkt.

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