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Mitteldeutsche Zeitung: zu Libyen

Halle (ots) - Die Schwäche des Westens besteht darin, dass er der Revolution in Libyen kein klares Zeichen der Unterstützung gibt. War es bei Tunesien wegen dessen relativer internationaler Bedeutungslosigkeit noch einfach, den demokratischen Wandel zu begrüßen, tat man sich bei Ägypten dann schon schwerer. Libyen nun stellt den Westen auf eine echte Probe. War Tripolis nicht jahrzehntelang der sichere Lieferant des begehrten Öls, der Wall gegen den afrikanischen Flüchtlingsstrom? Der Westen vermied bisher ein klare Position in dem Konflikt. Doch genau dieses Zaudern lässt Demokratiebestrebungen absterben.

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