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Mitteldeutsche Zeitung: Felssturz im Bodetal Gefahr von Steinschlag im Bodetal war lange bekannt - Thalenser Bürgermeister wirft dem Land Untätigkeit vor

Halle (ots) - Nach dem Felssturz im Bodetal bei Thale hat der Bürgermeister der Stadt, Thomas Balcerowski (CDU), schwere Vorwürfe gegenüber dem Land erhoben. Das berichtet die in Halle erscheinende Mitteldeutsche Zeitung (Samstag). Obwohl dem Landesforstbetrieb seit Monaten ein Gutachten vorliege, welches auf die akute Gefahr von Steinschlägen hinweise, seien bis heute keine Sicherungsarbeiten erfolgt, sagte Balcerowski gestern der Zeitung. In dem Felsental, das als größtes nördlich der Alpen gilt, hatten sich am Mittwoch gewaltige Felsbrocken aus dem Hang der Rosstrappe gelöst und waren auf einen der wichtigsten Wanderwege im Harz gestürzt. Das Tal ist seitdem nicht mehr passierbar.

"Was da passiert, ist hochgradig gefährlich", so Balcerowski. Eine Gefahr, die offenbar seit langem bekannt ist: Bereits 2007 und dann erneut 2009 habe der Landesforstbetrieb gutachterlich bescheinigt bekommen, dass akute Gefahr drohe, sagte der Sprecher des zuständigen Agrarministeriums, Detlef Thiel. "Der Landesforstbetrieb hat die Stadt daraufhin aufgefordert, den Weg zu sperren", so Thiel. Balcerowski hält diese Forderung für absurd. Zum einen sei der Forstbetrieb als Eigentümer des Bodetals für die Sicherung zuständig, zum anderen könne er nicht einfach den wichtigsten Wanderweg im Ostharz sperren. "Der Weg ist einer der schönsten Abschnitte des Harzer Hexenstieges. Wenn ich den dauerhaft sperre, wäre das eine Katastrophe für den Tourismus." Balcerowski fordert daher eine Sicherung des Hanges.

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