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Lausitzer Rundschau: Die Lausitzer Rundschau Cottbus zum Anstieg der Einwegquote: Das Ziel verfehlt

    Cottbus (ots) - Da haben sich die Bundesregierungen von Kohl bis Merkel samt ihrer Umweltminister jahrelang bemüht und nun das: Statt der mindestens erhofften Stabilisierung der Mehrwegquote tritt das Gegenteil ein: Die Verbraucher greifen verstärkt nach Einweg beim Getränkekauf. Die seit dem 1. Mai erleichterte Rückgabe von pfandpflichtigen Einwegflaschen und -dosen tut ein Übriges. Damit hat die Verpackungsverordnung ihr Ziel verfehlt. Überraschen kann das nicht wirklich. Der Markt hat seine eigenen Gesetze und er ist größer als Deutschland. Der Misserfolg des Zwangspfandes ist ein weiterer Beleg dafür. Dem Verbraucher ist kein Vorwurf zu machen. Er verhält sich lediglich konjunkturgerecht und zwar so, wie es seine Kaufkraft hergibt. Die beiden ostdeutschen Mineralbrunnenbetriebe in Bad Liebenwerda (Brandenburg) und in Lichtenau (Sachsen) erweisen sich in diesem Umfeld als aufmerksame Marktbeobachter. Als klassische Mehrweganbieter hätten sie - bei weniger Umsicht - jetzt den größeren Schaden. Die rechtzeitige Öffnung für Einwegverpackungen im Zweitmarkenbereich und in der Lohnabfüllung versetzt sie in die Lage, nun auch für ihre hochwertigen Getränke-Marken nachfragegerechte Angebote zu entwickeln. Damit haben sie der Region (vorerst) Arbeitsplätze gerettet und sich eine Verschnaufpause verschafft für weitere Herausforderungen: Auf Billigwelle und Einwegtrend folgt schon in wenigen Monaten die höhere Mehrwertsteuer. Die wird Mineralwasser als einziges Lebensmittel in Deutschland teurer machen. Mit Durst wissen die Regierenden offenbar mehr anzufangen als mit Verpackungstrends.

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