Lausitzer Rundschau

Lausitzer Rundschau: Zu Erntehelfer/Deutschland: Leistung muss sich lohnen

    Cottbus (ots) - Die Lausitzer Rundschau, Cottbus, zu Erntehelfer/Deutschland:

    Es ist keine Zumutung, wenn Langzeitarbeitslose in Deutschland als Erntehelfer eingesetzt werden. Es wäre absurd, angesichts von rund 130 000 Arbeitslosen allein in der Lausitz, Spargelstecher oder Gurkenpflücker zu Tausenden aus Polen auf die Felder in Südbrandenburg zu schicken. Ein entscheidender Grund dafür, dass um diese einfache Wahrheit alljährlich eine neue Diskussion entbrennt, ist die bescheidene Bezahlung der Knochenarbeit. Klar, die Landwirte stehen unter internationalem Konkurrenzdruck, trotzdem muss sich harte Arbeit lohnen. Das ist ein wirtschaftlicher Grundsatz. Auch die ausländischen Erntehelfer kommen nur, weil es sich für sie auszahlt. Ein schlechter deutscher Lohn ist nunmal noch viel mehr als beispielsweise ein polnischer Durchschnittslohn. Es ist  deshalb der richtige Weg, den Hartz-IV-Empfängern, die auf die Felder ziehen, spürbare Zuschläge zu bezahlen, die ihnen nicht auf der anderen Seite gleich wieder abgezogen werden - die Rede ist von rund 170 Euro monatlich. Noch vor einem Jahr war das anders, da wurde Langzeitarbeitslosen mit Leistungskürzung gedroht, wenn sie sich verweigerten. Eine Taktik, die nicht funktionieren konnte.

Rückfragen bitte an:
Lausitzer Rundschau

Telefon: 0355/481231
Fax: 0355/481247
lr@lr-online.de

Original-Content von: Lausitzer Rundschau, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: Lausitzer Rundschau

Das könnte Sie auch interessieren: