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Lausitzer Rundschau

Lausitzer Rundschau: Die Lausitzer Rundschau Cottbus zu Erster US-Soldat wegen Misshandlungen im Irak verurteilt

Cottbus (ots)

Das erste Urteil gegen einen US-Armeeangehörigen
wegen Foltervorwürfen fiel schnell. Ein Jahr Haft, Degradierung,
unehrenhafte Entlassung - schwer wiegende Konsequenzen für den
Militärpolizisten, der gestanden hat, Kameraden beim Quälen von
Gefangenen beobachtet und fotografiert zu haben. Weitere Urteile
werden folgen. Die US-Regierung weiß, dass die Welt mit wachen Augen
verfolgt, wie der Folterskandal aufgeklärt wird. Zögerlichkeit und
Unentschlossenheit wären fehl am Platz. Bush und seinen Ministern ist
klar, dass sie sich keine weitere Blöße geben dürfen, um nicht das
allerletzte Restchen Achtung in der arabischen Welt zu verspielen und
um Vertrauen bei Verbündeten zurückzugewinnen. Außerdem müssen sie
der eigenen, von Gräuelfotos geschockten Bevölkerung demonstrieren,
dass in Amerika gegenüber solch barbarischem Verhalten null Toleranz
gilt. Nur wird mit Prozessen allein die Aufarbeitung dieser
Verbrechen nicht bewältigt werden können. Auch nicht damit, dass hohe
Offiziere gestern die Verantwortung für die Folterungen übernahmen.
Aktionismus täuscht nicht darüber hinweg, dass nach wie vor
berechtigte Zweifel bestehen, dass die Welt die ganze Wahrheit
erfährt: Ob Folter von Vorgesetzten direkt angeordnet oder
stillschweigend toleriert wurde, wie lange die Regierungen der
Besatzungsmächte im Irak von diesen menschenverachtenden
Vorgehensweisen wussten, ohne ihnen Einhalt zu gebieten? Bislang
bekam die Weltöffentlichkeit wahrscheinlich nur die "Spitze eines
Eisberges" zu sehen. "Aus Sicherheitsgründen" - so die US-Regierung -
werden Menschenrechtsorganisationen Kontrollen weit gehend verwehrt.
Zu hoffen bleibt dennoch, dass die weltweite Empörung quer durch alle
Bevölkerungsschichten eine deutliche Warnung für Folterknechte
jeglicher Coleur auf der ganzen Welt ist - nicht mehr, aber auch
nicht weniger.
ots-Originaltext: Lausitzer Rundschau

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