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Pressestimmen: Sozialdemokraten streiten um soziale Gerechtigkeit

Cottbus (ots)

Es braut sich was zusammen in der SPD. Das Murren
schwillt an in der Sommerpause, die der Kanzler im heimischen
Hannover verbringt. Das Hartz-Konzept kommt nicht in Schwung, die
Gesundheitsreform sorgt für Schwindelgefühle, um die
Pendler-Pauschale wird wieder gefeilscht, die Neudefinition der
SPD-Programmatik durch Generalsekretär Scholz stößt auf Protest und
die Gemeindefinanzreform wird in der Luft zerrissen. Vom Aufwind, der
Schröder nach dem Kraftakt der vorgezogenen Steuerreform nach oben
trug, ist nichts mehr zu spüren. Das hat sich der Kanzler und
SPD-Vorsitzende selbst zuzuschreiben: Allzu leger geht er mitunter
Problemlösungen an, die eigentlich einer sorgfältigen Vorbereitung
bedürfen. Beispielhaft dafür ist die irritierende Art, in der am
Montag in einem Restaurant in Hannover mal eben über die Zukunft der
Städte und Gemeinden entschieden wurde. Die Missgeburt, die dabei
herauskam, spricht für sich. Streit, der Kräfte kostet, verspricht
auch die "Entrümpelung" des alten SPD-Programms. Scholz geht nicht
sehr geschickt dabei vor. Anstatt die Genossen mit originellen
Vorschlägen zu überraschen, will er idenditätsstiftende Begriffe zu
Geschichtsmüll deklarieren. Gewiss muss sich die SPD anpassen. Doch
wenn sie sich auch programmatisch der Union annähern will, wie sie
das in der praktischen Politik schon tut, ähneln sich die beiden
Volksparteien bald wie zwei Eier. Fragt sich nur, welches die Wähler
dann zuerst in die Pfanne hauen.
ots-Originaltext: Lausitzer Rundschau

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