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Lausitzer Rundschau: Unsensibel, aber notwendig Sachsen macht Studentenwohnheim in Görlitz zu Asylunterkunft

Cottbus (ots) - Der Freistaat Sachsen schmeißt in Görlitz ohne Ankündigung Studenten aus ihrem Wohnheim und will den Standort zur Erstaufnahmeeinrichtung für Asylbewerber machen. Ist das besonders sensibel? Überhaupt nicht. Denn auf diese Weise spielt der Freistaat allen Kritikern und Rechtspopulisten in die Hände, die nun wieder sinnfrei behaupten werden, Asylbewerber würden in Deutschland eh mehr Vorzüge als Einheimische genießen. Ist die Aktion des Freistaats besonders schlau? Auch nicht. Denn sie verärgert die Städte und Gemeinden, die seit Jahren immer öfter gefordert sind, Asylbewerber zeitnah und angemessen unterzubringen. Ist die Aktion des Freistaats eine Werbung für den Studienstandort Görlitz? Nein. Dass Studenten plötzlich ohne Zimmer dastehen, spricht sich ganz fix herum. Ist die Aktion des Freistaats nachvollziehbar? Ja, natürlich. Denn Menschen, die vor Krieg, Hunger und Elend fliehen, muss in Deutschland geholfen werden. Es ist unsere Pflicht und Schuldigkeit - und es sollte unser Anspruch sein - Flüchtlingen auch in der Lausitz eine Zuflucht zu bieten.

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