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Lausitzer Rundschau: Geschickt eingefädelt Die Union und die Parteireform

Cottbus (ots) - Das hat CDU-Generalsekretär Peter Tauber geschickt eingefädelt. Sein eher lapidarer Vorstoß einer Urwahl des Unionskanzlerkandidaten hat seiner gesamten Parteireform öffentliche Aufmerksamkeit verschafft. Dabei weiß doch jeder: Solange Angela Merkel im Ring stehen will, wird sich die Union eine solche Mitgliederbefragung nicht antun. Alles andere wäre auch wegen möglicher Risiken und Nebenwirkungen äußerst dumm. In der Breite lässt sich eine Verjüngung sicherlich nicht par ordre de Mufti umsetzen. Um neue Zielgruppen anzulocken, muss eine Partei heutzutage kräftig an der Attraktivitätsschraube drehen, weil es die klassischen Bindungen in die Gesellschaft hinein kaum noch gibt. Und dabei dürfte zentral die Frage der Beteiligungsmöglichkeiten sein. Mehr Mitbestimmung, mehr Einfluss, gerade digital, das sind die Zauberworte. Tauber, näher dran an den Themen der Jüngeren, hat das erkannt. Vielleicht gelingt es dann tatsächlich, gegen den Zeitgeist anzukommen, der politisches Engagement nicht gerade honoriert. Eine Garantie dafür gibt es aber nicht.

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