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Lausitzer Rundschau: Wenn es am Schönsten ist - Matthias Platzeck kandidiert nicht für Landtagswahl

Cottbus (ots) - Wer mit aufmerksamen Augen durch den Potsdamer Landtag ging, konnte es in den letzten Wochen merken: Mit dem Amt des einfachen Landtagsabgeordneten konnte sich der ehemalige Ministerpräsident nicht mehr anfreunden. Matthias Platzeck stellte seit seinem Rücktritt keine Kleinen Anfragen, war so gut wie nie im Landtagsplenum und gehörte nur als stellvertretendes Mitglied dem Innenausschuss an. Stattdessen übernahm er als "Elder Statesmen" den Vorsitz der Brandenburger Stiftung für Familien in Not. Dass der Uckermärker Landtagsabgeordnete Platzeck nun ankündigt, 2014 nicht mehr für das Landesparlament zu kandidieren, ist deswegen nur folgerichtig. Was hätte er auch im Landtag machen sollen? Als Mitglied irgendeines Ausschusses Entscheidungen hinterfragen, an deren Zustandekommen er am Ende selbst beteiligt war? Dass ein ehemaliger Minister, wie Alwin Ziel (SPD), als Vorsitzender des Haushaltskontrollausschusses ein wichtiges Amt im Landtag übernimmt und dieses dann auch noch höchst respektabel ausführt, ist im Potsdamer Politikbetrieb eher die Ausnahme. Gerade angesichts des BER-Debakels wäre Platzeck immer in der Schusslinie. Tag für Tag liefe er Gefahr, sich den eigenen Ruf selbst zu ruinieren. Das hat schon die Debatte um den Dienstwagen und den für Platzeck freigestellten Mitarbeiter der Staatskanzlei gezeigt - Vergünstigungen, die in Wahlkampfzeiten mehr als nur Geschmäckle hatten. "Wenn es am Schönsten ist, soll man gehen", sagt der Volksmund, und "Alles hat seine Zeit" die Bibel. Matthias Platzeck macht es richtig, wenn er diese Weisheiten nun befolgt und den politischen Alltagsbetrieb verlässt.

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