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Lausitzer Rundschau: Inzest-Vater Josef Fritzl muss lebenslang in Haft Ein Sieg der Gerechtigkeit

    Cottbus (ots) - Jedes andere Urteil wäre ein Skandal gewesen: Den Rest seines Lebens wird der Österreicher Josef Fritzl in einer Anstalt für geistig abnorme Verbrecher zubringen. Eine an Perversion kaum zu überbietende Straftat wird gerecht bestraft: Denn es ist wohl einzigartig in der europäischen Kriminalgeschichte, dass ein Mann seine eigene Tochter für 24Jahre im Keller einsperrt und anschließend über 3000Vergewaltigungen und einen Mord begeht. Die im Fall des Thüringer Ministerpräsidenten Dieter Althaus (CDU) noch so stark gescholtene österreichische Justiz hat mit diesem Verfahren Maßstäbe gesetzt. Während deutsche Gerichte vermutlich Monate gebraucht hätten, um nach unzähligen Gutachten endlich einmal ein Urteil zu finden, lässt sich der Prozess gegen Josef Fritzl in drei Worten zusammenfassen: Schnell, fair und eindeutig. Und es ist gut, dass weder Anklage noch Verteidigung versucht haben, das Verfahren unnötig in die Länge zu ziehen. Denn Fritzls Kinder blieben dadurch unnötige Aussagen erspart, die mit Sicherheit belastend gewesen wären. Ihnen widerfuhr vor Gericht Gerechtigkeit - und man kann eigentlich nur hoffen, dass die österreichische Öffentlichkeit sie auch in Zukunft in Ruhe und Frieden weiterleben lässt. Ihr Erzeuger hingegen wird in den nächsten Wochen mit Sicherheit aus den Schlagzeilen der Zeitungen verschwinden. Alt, einsam und von der Welt vergessen wird er in seiner Zelle sterben. Betrauern wird man ihn nicht. Und genau dieses Schicksal hat Josef Fritzl auch verdient - auch wenn sein künftiges Leben als Insasse des österreichischen Justizsystems nicht einmal ansatzweise mit dem Martyrium vergleichbar ist, das seine Tochter Elisabeth und ihre Kinder im Keller von Amstetten 24Jahre lang erdulden mussten.

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