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Lausitzer Rundschau: Tillich stellt neues Kabinett in Sachsen vor Überraschungseffekt

Cottbus (ots)

Eines kann Stanislaw Tillich sicher nicht
vorgewerfen werden: Er würde sich auf dem Lorbeer altgedienter 
Minister ausruhen und auf ein einfaches Weiter-so setzen. Mit seiner 
Kabinettsumbildung hat der sächsische Regierungschef Freund und Feind
überrascht und eigene Akzente gesetzt. Er hat mit diesem Schnitt die 
Vergangenheit ein Stück weit hinter sich gelassen und volle 
Souveränität bewiesen. Dabei setzt Tillich geschickt auf zwei neue 
Gesichter, von denen immerhin der Finanzminister nicht aus der 
Politik stammt. Solche Wechsel zwischen Regierungslager auf der einen
und Wirtschaft sowie Wissenschaft auf der anderen Seite sollte es 
öfter geben. Es kommt jetzt auf Unland an, sich im Politikbetrieb 
zurecht zu finden. Zudem muss sich der Maschinenbauer sehr schnell in
die komplizierten Gemengelagen um die Landesfinanzen einarbeiten und 
eigene Linien durchsetzen. Zu Tillichs Machtkonstruktion gehört es 
ebenfalls, zwei agile und junge Köpfe aus der CDU-Fraktion 
einzubinden, die sich allzu leicht übergangen fühlt. Dass allerdings 
drei der vier neuen Minister aus dem Westen stammen, wird ihm bereits
angekreidet. Über solche Kritik aus der Tiefe des Raumes wird sich 
der Lausitzer am besten hinwegsetzen können, wenn die Neuen ihre 
internationale Erfahrung einsetzen und durch Erfolge glänzen. Sonst 
bleibt von Tillichs Coup nicht mehr als ein kurzlebiger 
Überraschungseffekt.

Pressekontakt:

Lausitzer Rundschau

Telefon: 0355/481231
Fax: 0355/481247
lr@lr-online.de

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