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Jochen Schweizer Monthly // Inside Abenteuer Vol. 8 – Rotor an, Mythen aus

Jochen Schweizer Monthly // Inside Abenteuer Vol. 8 – Rotor an, Mythen aus
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Inside Abenteuer Vol. 8

Rotor an, Mythen aus

Die größten Hubschrauber-Irrtümer über Tempo, Technik und Schwebeflug

Liebe Medienpartner:innen,

wer mit Jochen Schweizer einen Hubschrauberrundflug erlebt, bekommt vor allem eines: einen Perspektivenwechsel. Städte werden zu Modellen, Straßen zu Linien und selbst knapp 190 km/h fühlen sich plötzlich erstaunlich gemütlich an. Doch während draußen die Landschaft vorbeizieht, steckt hinter dem Flug weit mehr Technik, Präzision und überraschendes Wissen, als Passagiere auf den ersten Blick vermuten würden.

Denn rund um Hubschrauber halten sich erstaunlich viele Mythen. Fällt die Maschine bei einem Triebwerksausfall wirklich einfach so vom Himmel? Ist Schweben leichter als Fliegen? Und warum fühlt sich ein Hubschrauber bei einer Geschwindigkeit von knapp 200 km/h trotzdem langsam an?

Für Inside Abenteuer haben wir mit Hubschrauberpilot Felix gesprochen, der mit Leidenschaft Rundflüge fliegt. Er kennt nicht nur die Reaktionen der Gäste, sondern auch die Technik hinter dem Erlebnis – und räumt mit einigen der hartnäckigsten Irrtümer rund ums Hubschrauberfliegen auf.

Mythos 1: Fällt das Triebwerk aus, fällt der Hubschrauber vom Himmel

Kaum ein Irrtum sitzt so fest wie dieser. Fällt das Triebwerk aus, hört der Rotor jedoch nicht einfach auf, sich zu drehen. Stattdessen kann die Luft, die während des Sinkflugs von unten durch die Rotorfläche strömt, die Rotorblätter weiter antreiben. Das Prinzip dahinter heißt Autorotation.

Felix vergleicht den Effekt mit einem Ahornsamen, der beim Fallen vom Baum beginnt, sich zu drehen. Auch beim Hubschrauber bleibt der Rotor dadurch in Bewegung. Die Maschine verliert zwar kontinuierlich an Höhe, bleibt jedoch steuerbar und kann zu einer geeigneten Landefläche gelenkt werden.

Der entscheidende Unterschied zum normalen Flug: Ohne Triebwerksleistung gibt es keinen zweiten Versuch nach oben. Deshalb werden solche Situationen in der Ausbildung regelmäßig trainiert. Im Ernstfall bleiben für die erste Reaktion nämlich nur wenige Sekunden.

Mythos 2: 190 km/h fühlen sich auch nach 190km/h an

Auf der Autobahn sind 190 km/h kaum zu übersehen. Im Hubschrauber kann das gleiche Tempo erstaunlich unspektakulär wirken.

Bei Rundflügen ist Felix häufig mit etwa 160 bis 190 km/h unterwegs. Viele Gäste schätzen die Geschwindigkeit nach der Landung trotzdem deutlich niedriger ein. Das liegt vor allem an der Perspektive: Aus mehreren hundert Metern Höhe fehlen die vertrauten Referenzpunkte, die Geschwindigkeit normalerweise spürbar machen. Bäume, Leitplanken oder Häuser rauschen nicht direkt am Fenster vorbei, sondern bewegen sich weit unterhalb der Maschine durch das Blickfeld.

Felix erlebt deshalb immer wieder denselben Überraschungsmoment: Viele Passagiere glauben, sie seien vielleicht mit 50 km/h unterwegs gewesen – obwohl der Hubschrauber tatsächlich fast viermal so schnell geflogen ist.

Für einen Rundflug ist genau das ein Vorteil. Die Maschine kommt schnell voran, während genug Zeit bleibt, Landschaften, Städte und markante Punkte aus der Luft wahrzunehmen.

Mythos 3: Geradeausfliegen ist die große Kunst

Die Szene wirkt beinahe unspektakulär: Ein Hubschrauber steht wenige Meter über dem Boden und bewegt sich scheinbar keinen Zentimeter. Für Pilotinnen und Piloten ist genau das Schweben der Maschine jedoch eine der anspruchsvollsten Aufgaben.

Felix bezeichnet das ruhige Schweben an Ort und Stelle als Königsdisziplin. Denn ein Hubschrauber bleibt nicht von selbst stabil in der Luft. Während die rechte Hand über den sogenannten Cyclic Stick die Rotorebene und damit die Bewegungsrichtung steuert, kontrolliert die linke Hand den Auftrieb. Gleichzeitig bestimmen die Füße über zwei Pedale, wohin die Nase des Hubschraubers zeigt.

Das Schwierige: Jede Eingabe beeinflusst gleichzeitig die anderen Steuerbewegungen. Wer beispielsweise mehr Auftrieb erzeugt, muss parallel mit Stick und Pedalen nachjustieren. Hubschrauberfliegen bedeutet deshalb permanenten Feinschliff. Felix beschreibt es sinngemäß so: Gute Pilotinnen und Piloten müssen gedanklich immer schon einen Moment vor der Maschine sein.

Und nebenbei laufen Funkverkehr, Instrumentenkontrolle, Wetterbeobachtung und beim Rundflug auch noch die Kommunikation mit den Passagieren weiter.

Mythos 4: Hubschrauber ist einfach ein Flugzeug mit Rotor

Beide fliegen, viel mehr Gemeinsamkeit gibt es laut Felix jedoch nicht.

Ein klassisches Flugzeug braucht Vorwärtsgeschwindigkeit, damit Luft über seine Tragflächen strömt und Auftrieb entsteht. Beim Hubschrauber übernehmen die rotierenden Rotorblätter diese Aufgabe. Sie erzeugen den notwendigen Luftstrom selbst dann, wenn sich die Maschine überhaupt nicht vorwärts bewegt.

Genau daraus entstehen die Bewegungsmöglichkeiten, die den Hubschrauber so besonders machen. Er kann senkrecht starten, an einer Stelle schweben, sich im Stand drehen oder seitwärts bewegen.

Für die Vorwärtsbewegung wird vereinfacht gesagt die gesamte Rotorebene leicht nach vorne geneigt. Kippt sie zur Seite, bewegt sich der Hubschrauber seitwärts. Dadurch entsteht eine Beweglichkeit, die kein klassisches Flugzeug bieten kann.

Und genau das macht auch den Einstieg in einen Rundflug besonders: Kein langes Rollen Richtung Startbahn, kein Beschleunigen über Asphalt. Der Hubschrauber hebt direkt von seiner Position ab und kann schon wenige Augenblicke später seitlich oder nach vorne wegschweben.

Mythos 5: Wer Flugangst hat, hat im Hubschrauber erst recht Angst

Kleine Kabine, große Fenster, direkter Blick nach unten – zunächst klingt ein Hubschrauber nicht unbedingt nach dem idealen Ort für Menschen mit Flugangst.

In der Praxis erlebt Felix jedoch beide Extreme: Für manche Passagiere verstärkt die unmittelbare Wahrnehmung der Bewegungen die Anspannung. Andere empfinden genau diese Nähe als angenehm, weil Cockpit, Pilot und Flugabläufe nicht hinter einer verschlossenen Tür verschwinden.

Entscheidend ist deshalb die Kommunikation. Felix erklärt angespannten Gästen, was gerade passiert und was als Nächstes passieren wird. Auch mögliche Turbulenzen können angekündigt werden, bevor sie auftreten. Das nimmt dem Erlebnis einen Teil des Unbekannten.

Neugierig geworden?

Wer die Mythen lieber selbst auf die Probe stellen möchte, kann einen Hubschrauberrundflug über Jochen Schweizer erleben.

Die Rundflüge werden an verschiedenen Standorten in Deutschland angeboten und führen je nach Region über Städte, Seen und Landschaften. Felix selbst ist unter anderem im Raum München, Stuttgart und Frankfurt unterwegs. Besonders die Route südlich von München gehört für ihn zu den spektakulärsten: Seen, Alpenpanorama, Zugspitze und Schloss Neuschwanstein verändern aus der Luft noch einmal komplett ihre Wirkung.

Und schon bald geht „Inside Abenteuer“ mit Vol. 9 in die nächste Runde!

Über die Jochen Schweizer GmbH 

Die Jochen Schweizer GmbH, gegründet 1987 von Jochen Schweizer selbst, ist als führender Anbieter für Erlebnisse und Erlebnisreisen ein echter Wegbegleiter für alle Menschen, die Außergewöhnliches und Herausforderndes erleben und über sich hinauswachsen wollen. Dafür vermittelt das Unternehmen tausende unterschiedliche Erlebnisse, Erlebnisreisen und Erlebnisgeschenke in Deutschland, Österreich und der Schweiz – für jeden Geschmack, jeden Anlass und jedes Alter. Erhältlich sind sämtliche Erlebnisangebote online auf www.jochen-schweizer.com sowie im Einzelhandel. Im Oktober 2017 wurden Jochen Schweizer und mydays unter dem Dach der Jochen Schweizer mydays Group vereint. Die Gruppe gehört zur ProSiebenSat.1 Media SE. Die neue Erlebnisgarantie von Jochen Schweizer bietet volle Flexibilität bei der Einlösung. Jeder Geschenkgutschein ist flexibel für über 9.000 Erlebnisse einlösbar – vom Fallschirmsprung bis zum Survival Camp, vom Varieté-Dinner bis zum E-Foil Kurs. Außerdem sind Gutscheine drei Jahre gültig und verlängerbar, auf Wunsch werden Kund:innen persönlich beraten. Mehr dazu unter Erlebnis-Garantie | Jochen Schweizer.

Pressekontakt
TEAM LEWIS
Patrizia Fauster / Helena Höfelsauer
 jsmd@teamlewis.com
Tel. +49-89-173019-32 / -12