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Jochen Schweizer Monthly // Inside Abenteuer Vol. 7 – Freier Fall: Bungeesprung aus der Gondel

Jochen Schweizer Monthly // Inside Abenteuer Vol. 7 – Freier Fall: Bungeesprung aus der Gondel
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Inside Abenteuer Vol. 7

Nächster Halt: Freier Fall

Wie eine Schweizer Bergbahn zur schwebenden Bungee-Plattform wird

Liebe Medienpartner:innen,

die Gondel gleitet über den türkisblauen Hinterstockensee, ringsum ragen die Berge der Stockhornkette auf, dann stoppt sie mitten in der Luft: Die Tür öffnet sich, ein schmales Trittbrett wird zum letzten Stück festen Bodens und zwischen den eigenen Füßen und dem Bergsee liegen plötzlich 134 Meter. Dann folgt der Absprung.

Was tagsüber Teil des regulären Bergbahnbetriebs ist und zahlreiche Fahrgäste auf den höchsten Berg der Stockhornkette bringt, verwandelt sich am Abend in eine schwebende Bungee-Plattform. Anders als bei einem Sprung von einer Brücke, einem Kran oder einer Staumauer hängt hier bereits der Absprungpunkt selbst in der Luft. Die Gondel bringt die Bungeespringer nach oben, wird zur Sprungplattform und holt die Teilnehmenden nach dem freien Fall wieder zurück.

Absprung aus der Gondel

Die Idee für den ungewöhnlichen Sprung entstand aus einer praktischen Herausforderung. Die Gegend rund um Interlaken gilt als Adventure-Hub, passende hohe Brücken oder Staumauern gibt es in der direkten Umgebung jedoch nicht. Die Lösung lag deshalb nicht auf festem Boden, sondern über dem Hinterstockensee.

Von der Mittelstation Chrindi fährt die kleinere Gondel über das Wasser und hält für den Sprung an einer Stelle, an der sie im normalen Betrieb nicht stoppt. Unter ihr befindet sich freie Fläche, ringsum öffnet sich das Panorama aus See und Bergwelt. Was landschaftlich spektakulär aussieht, ist gleichzeitig eine logistische Sonderlösung, denn die Gondel muss für jeden Sprungbetrieb neu vorbereitet werden.

Tagsüber fährt sie regulär, erst außerhalb der Betriebszeiten beginnt der Umbau. Auf dem Dach wird die Technik installiert, mit der die Teilnehmenden später wieder nach oben gezogen werden. An der geöffneten Tür befestigt das Team ein Trittbrett, das den Absprungpunkt aus der Kabine hinausverlegt. Laut Bungee Specialist Allan Anthony bewegt sich die Gondel beim Absprung nur leicht, da sie für mehrere Fahrgäste und deren Bewegungen ausgelegt ist.

Präzision vor dem Sprung

An der Mittelstation laufen zunächst festgelegte Abläufe ab. Die Teilnehmenden erhalten Fußschlaufen und einen Ganzkörpergurt, werden gebrieft und gewogen. Das Körpergewicht entscheidet darüber, welches Bungee-Seil eingesetzt wird und in welcher Reihenfolge die Gruppe springt.

Die schwerste Person beginnt. Das Gewicht wird auf einem Armband vermerkt, die Reihenfolge kontrolliert und das passende Seil ausgewählt. Erst wenn diese Zuordnung stimmt, steigt die Gruppe in die Sprunggondel.

Hinter diesem Ablauf steckt viel Präzision, denn unterschiedliche Gewichtsklassen erfordern unterschiedliche Seile, deren Eigenschaften zur jeweiligen Belastung passen müssen.

Handarbeit für den freien Fall

Allan Anthony kennt diese Prozesse bis ins Detail. Die Bungee-Seile werden vom Erlebnispartner selbst hergestellt und bestehen aus zahlreichen einzelnen Gummisträngen, die zu einem Seil zusammengefügt werden. „Während des gesamten Herstellungsprozesses verwenden wir Kraftmessgeräte und weitere Prüfverfahren, um sicherzustellen, dass das Seil innerhalb der von uns festgelegten Leistungsparameter arbeitet", erklärt er.

Für die Verarbeitung des Latexmaterials braucht es laut Anthony neben Messwerten vor allem Erfahrung und das richtige Gefühl für den Druck, mit dem die einzelnen Stränge bearbeitet werden. Die Herstellung ist damit kein rein maschineller Vorgang, sondern ein handwerklicher Prozess, bei dem Präzision und Routine zusammenkommen.

Auch nach der Fertigung endet die Kontrolle nicht. Zwei voneinander unabhängige elektronische Messsysteme zeichnen während des Betriebs die Dehnung des Seils auf. Die Daten werden ausgewertet, die Seile zur Basis zurückgebracht, inspiziert und gewartet. Ein Bungee-Seil hält normalerweise rund 500 Sprünge, dann wird es ausgetauscht, um maximale Sicherheit zu gewährleisten.

Kopfüber Richtung Bergsee

Ist die Technik vorbereitet, fährt die Gondel über den Hinterstockensee und bleibt an der Sprungposition stehen. In diesem Moment verändert sich laut Erlebnispatner jedes Mal wieder die Atmosphäre in der Kabine. Alle werden leise, die Blicke fallen direkt auf das Wasser und aus einer anfänglich abstrakten Höhenangabe wird plötzlich eine sichtbare Distanz. Genau darin liegt der wesentliche Unterschied zu einem Skydive. Beim Fallschirmsprung ist der Boden weit entfernt und schwerer einzuschätzen. Über dem Hinterstockensee liefert das Wasser dagegen einen unmittelbaren Referenzpunkt. Seine Konturen sind klar zu erkennen, die Entfernung wirkt greifbar – das Gehirn versteht so ziemlich genau, wie weit es nach unten geht.

Dann führt der Weg auf das Trittbrett. Gesprungen wird allein und kopfüber. Manche stoßen sich aktiv nach vorne ab, andere lassen sich eher fallen, weil die Beine im entscheidenden Moment nicht mehr vollständig mitspielen. Auf die perfekte Bewegung kommt es jedoch gar nicht an, denn durch die Gewichtsverteilung richtet sich der Körper nach dem Absprung ohnehin mit dem Kopf nach unten aus.

134 Meter Adrenalin

Nach dem Absprung beschleunigt der Körper in Richtung See, bis das Seil seine maximale Ausdehnung erreicht. Dann setzt der Rebound ein: Das gedehnte Material zieht sich zusammen und beschleunigt die springende Person wieder nach oben. Nach dem ersten freien Fall geht es mit den Füßen voran zurück in die Höhe, anschließend folgt ein weiterer Fall. „Der Rebound-Effekt wird jedes Mal geringer, da sich die Energie durch Luftwiderstand und Reibung im Seil nach und nach abbaut", erklärt Anthony.

Der erste Fall ist damit nicht der Schlusspunkt, sondern der Auftakt zu einer kurzen, intensiven Bewegung zwischen See und Gondel. Für einige Sekunden wechseln sich Fallen, Hochschnellen und erneuter freier Fall ab, bis der Körper unterhalb der Kabine dann endgültig auspendelt. An vielen Bungee-Spots werden die Springenden anschließend auf festem Untergrund oder zu einem Boot abgelassen. Am Stockhorn führt der Rückweg dagegen dorthin zurück, wo alles begonnen hat: in die Gondel.

Dafür drehen sich die Teilnehmenden in eine sitzende Position und haken ein herabgelassenes Bergeseil in ihren Klettergurt ein. Eine Seilwinde zieht sie anschließend zurück zur Kabine. Sie wird von einem elektrischen Hydraulikaggregat angetrieben und vor dem Sprungbetrieb auf dem Dach der Gondel installiert. Die Sicherung bleibt während des gesamten Vorgangs bestehen.

Sicherheit hinter der offenen Tür

Im Hintergrund greifen nämlich redundante Sicherungssysteme, standardisierte Checklisten und gegenseitige Doppelkontrollen ineinander. Auch für die Teilnehmenden gelten klare Voraussetzungen: Sie müssen gesund sein, dürfen keine aktiven Verletzungen haben und nicht alkoholisiert sein. Eine Schwangerschaft sowie bestimmte körperliche Einschränkungen schließen einen Sprung aus, außerdem gelten Mindest- und Höchstgrenzen beim Körpergewicht.

Die letzte Entscheidung trifft der verantwortliche Guide. Bestehen Zweifel an der gesundheitlichen Eignung oder werden Vorgaben nicht eingehalten, findet kein Sprung statt.

Allein springen, gemeinsam jubeln

Begleitpersonen können an der Mittelstation warten und die und die Gondel von außen beobachten. In der Sprunggondel selbst befinden sich nur die Teilnehmenden und das Team. Musik, Countdown und die Reaktionen der Gruppe prägen die Stimmung, während eine Person nach der anderen auf das Trittbrett steigt. Der Moment an der offenen Tür gehört jeder Person allein. Wer anschließend per Winde zurück in die Kabine gezogen wird, wird jedoch von der ganzen Gruppe empfangen. So wechseln sich Anspannung, Stille, Adrenalin und Erleichterung innerhalb weniger Minuten ab.

Fun Fact: Trotz aller Technik und Vorbereitung gibt es ein Detail, das sich offenbar nicht vollständig kontrollieren lässt: Immer wieder landet ein Schuh im See. Einige lassen ihn im Wasser zurück, andere springen später selbst in den See und schwimmen hinaus, um ihn wieder einzusammeln. Abenteuerlich eben.

Neugierig geworden?

Wer Lust auf Adrenalin, Bergpanorama und einen Absprungort der besonderen Art hat, kann den Bungeesprung aus der Stockhorngondel über Jochen Schweizer buchen. Nach Briefing, Ausrüstung und Gewichtskontrolle an der Mittelstation fährt die Sprunggondel über den Hinterstockensee und hält direkt über dem Wasser. Gesprungen wird allein und kopfüber, anschließend werden die Teilnehmenden per Seilwinde zurück in die Gondel gezogen.

Das Erlebnis richtet sich an alle, die Bungee-Jumping nicht von einer Brücke oder festen Plattform, sondern mitten in der Schweizer Bergwelt erleben möchten. Vorerfahrung ist nicht nötig. Dafür gibt es 134 Meter freien Fall, mehrere Rebounds, den direkten Blick auf den Bergsee und jede Menge Adrenalin.

Und schon bald geht „Inside Abenteuer“ im August mit Vol. 8 in die nächste Runde!

Über die Jochen Schweizer GmbH 

Die Jochen Schweizer GmbH, gegründet 1987 von Jochen Schweizer selbst, ist als führender Anbieter für Erlebnisse und Erlebnisreisen ein echter Wegbegleiter für alle Menschen, die Außergewöhnliches und Herausforderndes erleben und über sich hinauswachsen wollen. Dafür vermittelt das Unternehmen tausende unterschiedliche Erlebnisse, Erlebnisreisen und Erlebnisgeschenke in Deutschland, Österreich und der Schweiz – für jeden Geschmack, jeden Anlass und jedes Alter. Erhältlich sind sämtliche Erlebnisangebote online auf www.jochen-schweizer.com sowie im Einzelhandel. Im Oktober 2017 wurden Jochen Schweizer und mydays unter dem Dach der Jochen Schweizer mydays Group vereint. Die Gruppe gehört zur ProSiebenSat.1 Media SE. Die neue Erlebnisgarantie von Jochen Schweizer bietet volle Flexibilität bei der Einlösung. Jeder Geschenkgutschein ist flexibel für über 9.000 Erlebnisse einlösbar – vom Fallschirmsprung bis zum Survival Camp, vom Varieté-Dinner bis zum E-Foil Kurs. Außerdem sind Gutscheine drei Jahre gültig und verlängerbar, auf Wunsch werden Kund:innen persönlich beraten. Mehr dazu unter Erlebnis-Garantie | Jochen Schweizer.

Pressekontakt
TEAM LEWIS
Patrizia Fauster / Helena Höfelsauer
 jsmd@teamlewis.com
Tel. +49-89-173019-32 / -12