Alle Meldungen
Abonnieren
Abonnieren Sie alle Meldungen von Gewerkschaft der Polizei

16.08.2018 – 10:44

Gewerkschaft der Polizei

GdP zum Fall Sami A. -- Plickert: Bei Rückkehr ist neue Risikobewertung dringend erforderlich

Bochum/Berlin. Der stellvertretende Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP) Arnold Plickert hat sich über eine mögliche Rückholaktion des von deutschen Behörden nach Tunesien abgeschobenen islamistischen Gefährders Sami A. entsetzt gezeigt. "Wir waren froh, dass ein aus polizeilicher Sicht relevanter, also aktionsfähiger Gefährder weg war", sagte Plickert am Donnerstag in Bochum. Er könne sich nicht vorstellen, dass "wir einen potenziellen Terroristen mit möglichen Anschlagsplänen zurück ins Land holen".

Sami A. habe sich aufgrund einer sogenannten Meldeauflage täglich auf einer Polizeidienststelle in Bochum melden müssen, erklärte der GdP-Vize. Der Mann habe in einem engen Fokus der Sicherheitsbehörden gestanden.

Wenn er jetzt nach Deutschland zurückkehren sollte, sei eine neue Risikobewertung dringend erforderlich, betonte Plickert. "Es besteht die Möglichkeit, dass A. nach seiner Einreise in den Untergrund abtaucht. Natürlich muss er auch damit rechnen, dass er in zweiten Verfahren erneut abgeschoben wird." Dass er die verbleibende Zeit bis zu einer Gerichtsentscheidung zu einem Anschlag nutzen könnte, sei jedenfalls nicht vom Tisch zu wischen. Um das zu verhindern, sei die Polizei enorm gefordert, betonte der Gewerkschafter. Etwa 30 Kolleginnen und Kollegen seien täglich für eine Rund-um-die-Uhr-des Mannes bereitzustellen.

- - - - - 
Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) ist die größte Interessenvertretung der
Polizeibeschäftigten Deutschlands. Sie engagiert sich für ihre bundesweit rund
185.000 Mitglieder, für die Zukunftsfähigkeit der Polizei sowie auf dem Gebiet
der Sicherheits- und Gesellschaftspolitik.

Herausgeber:
Gewerkschaft der Polizei, Bundesvorstand, Pressestelle

GdP-Pressestelle Bund
Stromstraße 4, 10555 Berlin
Telefon: (0 30) 39 99 21 (0) - 113/115/116/117
Mobil: GdP-Pressesprecher Rüdiger Holecek 0172 - 7 12 15 99; Michael Zielasko
0172 - 20 64 568; Wolfgang Schönwald 0152 - 271 364 52
Telefax: (0 30) 39 99 21 - 29113
Homepage: www.gdp.de
Twitter: @GdPPresse