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Kieler Nachrichten: FDP fordert den Rücktritt von BND-Chef Uhrlau

Kiel (ots)

Die FDP fordert in der BND-Affäre den Rücktritt von
BND-Chef Ernst Uhrlau. "Nach dem, was sich jetzt darstellt, muss 
Uhrlau zurücktreten", sagte Jürgen Koppelin, parlamentarischer 
Geschäftsführer der FDP, den "Kieler Nachrichten" (Mittwochausgabe). 
Uhrlau sei als ehemaliger Geheimdienstkoordinator im Bundeskanzleramt
verantwortlich für die Kontrolle der Geheimdienste gewesen. Bei der 
Kontrolle habe es offenbar starke Defizite gegeben, kritisierte 
Koppelin. Rücktrittsforderungen an den kurz vor der Pensionierung 
stehenden Innen-Staatssekretär und Ex-BND-Chef August Hanning seien 
ein Ablenkungsmanöver.
Der Freidemokrat fordert mehr Transparenz bei den 
Abrechnungspraktiken des Bundesnachrichtendienstes (BND). "Wir 
brauchen mehr Kontrolle", so Koppelin. "Auch bei Geheimdiensten darf 
es keine geheimen Kassen geben, die im Inneren eingesetzt werden, um 
Spitzel zu bezahlen". Koppelin ist Mitglied im Vertrauensgremium des 
Bundestages, das für die Finanzen der Geheimdienste zuständig ist.
Uhrlau (SPD) war von 1998 an als Ministerialdirektor  Leiter der 
Abteilung  VI (Bundesnachrichtendienst, Koordinierung der 
Nachrichtendienste des Bundes) im Bundeskanzleramt. Als 
Geheimdienstkoordinator war Uhrlau dort die Schnittstelle  zwischen 
Bundesregierung und BND, dem Bundesamt für Verfassungsschutz und dem 
Militärischen Abschirmdienst  (MAD). Seit dem 1. Dezember 2005 ist 
Uhrlau als Nachfolger von August Hanning BND-Präsident.

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