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Gemeinsame Stellungnahme von Präsidium und Geschäftsführung von Hertha BSC zu den Vorkommnissen im Rahmen des Heimspiels gegen den FC Schalke 04

Gemeinsame Stellungnahme von Präsidium und Geschäftsführung von Hertha BSC zu den Vorkommnissen im Rahmen des Heimspiels gegen den FC Schalke 04
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Hertha BSC nimmt die Vorkommnisse und das Verhalten der Polizei im Rahmen des gestrigen Heimspiels gegen Schalke mit großer Sorge zur Kenntnis. Die Berliner Polizei hat hierzu eine erste Darstellung veröffentlicht, in der verschiedene Abläufe und Wahrnehmungen geschildert werden. Diese Darstellungen werden wie alle anderen Ausführungen sorgfältig geprüft und in die weitere Einordnung einbezogen.

Unabhängig von unterschiedlichen Sichtweisen auf einzelne Situationen sieht Hertha BSC die Notwendigkeit, den Fokus auf die grundsätzliche Ebene des Miteinanders an Spieltagen zu richten. Der Club bringt die notwendige Erfahrung und fachliche Kompetenz mit, um Spieltage dieser Größenordnung gemeinsam mit allen Beteiligten verantwortungsvoll zu gestalten. Ein sicherer, respektvoller und möglichst spannungsfreier Ablauf setzt voraus, dass Vertrauen, Kommunikation und Verhältnismäßigkeit zwischen allen Beteiligten gewahrt bleiben.

In den vergangenen Monaten ist aus unterschiedlichen Perspektiven wiederholt der Eindruck entstanden, dass Einsatzkonzepte und polizeiliche Präsenz von Fans als zunehmend konfrontativ und in der Gesamtheit an Spieltagen, insbesondere am gestrigen Spieltag, nicht mehr durchgängig deeskalierend wahrgenommen worden sind. Diese Wahrnehmung teilt auch Hertha BSC und hat entsprechende Beobachtungen wiederholt gegenüber der Polizei adressiert. Ziel muss es sein, zu einer über viele Jahre bewährten, verhältnismäßigen und deeskalierenden Vorgehensweise – insbesondere mit und in sensiblen Bereichen – zurückzukehren.

Gleichzeitig stellt die Polizei ihr Vorgehen im Rahmen ihrer jeweiligen Lageeinschätzungen und Gefahrenprognosen dar. Diese unterschiedlichen Wahrnehmungen verdeutlichen, wie wichtig eine kontinuierliche, transparente und frühzeitige Abstimmung zwischen allen Akteuren ist, um Missverständnisse und Eskalationen möglichst zu vermeiden. Hertha BSC hat seit mehreren Monaten den Wunsch nach einem weiterführenden Gesprächsformat mit der Polizei Berlin geäußert, das bislang noch nicht realisiert wurde und erneuert diesen Wunsch hiermit nachdrücklich. Die aktuellen Entwicklungen unterstreichen die Notwendigkeit, den Dialog nun auf eine neue, verbindlichere Ebene zu heben.

Hertha BSC sieht es nicht als zielführend an, einzelne Schuldzuweisungen öffentlich vorzunehmen oder komplexe Situationen zu verkürzen. Entscheidend ist vielmehr, schnellstmöglich wieder eine belastbare Gesprächsebene zwischen Club, Sicherheitsbehörden und Fans herzustellen. Nur über Dialog, gegenseitiges Verständnis und einen klaren gemeinsamen Willen zur Deeskalation kann Vertrauen nachhaltig gestärkt und ein konstruktiver Rahmen für zukünftige Spieltage geschaffen werden. Ein Zweitliga-Topspiel zwischen zwei Traditionsvereinen wie Schalke 04 und Hertha BSC hätte mit über 71.000 Zuschauerinnen und Zuschauern im Stadion und Millionen vor den Bildschirmen eine andere Stimmung verdient.

Hertha BSC setzt sich aktiv dafür ein, entsprechende Gespräche, in die auch die Innensenatorin Iris Spranger involviert werden soll, zeitnah anzustoßen und eng zu begleiten. Ziel bleibt es, Rahmenbedingungen zu schaffen, in denen der Fußball und seine Fankultur als verbindendes Erlebnis wahrgenommen und respektiert werden und alle Beteiligten ihrer Verantwortung mit Augenmaß und Respekt gerecht werden.

Hertha BSC verurteilt jede Form von Gewalt ausdrücklich und sieht Deeskalation, Dialog und gegenseitigen Respekt als zentrale Grundlage für sichere und friedliche Spieltage.

Allen Verletzten wünschen wir eine schnelle Genesung und gute Besserung.

Hertha BSC GmbH & Co. KGaA

Direktion Kommunikation

medien@herthabsc.de

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