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Blitz-Bilanz 2013 - Versicherer zahlen 280 Millionen Euro an ihre Kunden

Berlin (ots) - Ein Sommer ohne Hitzegewitter ist kaum vorstellbar. So gewitterte es im vergangenen Jahr wieder häufig, und auch in diesem Sommer sind bereits heftige Gewitter übers Land gezogen. Im letzten Jahr verzeichneten die deutschen Hausrat- und Wohngebäudeversicherer 340.000 Blitz- und Überspannungsschäden und haben dafür 280 Millionen Euro an ihre Kunden gezahlt.

Im Vergleich zum Vorjahr ist die Anzahl der Blitz- und Überspannungsschäden um 80.000 Schäden gesunken. Das entspricht einem Rückgang von 20 Prozent. Demgegenüber sind die gezahlten Leistungen der Hausrat- und Wohngebäudeversicherer nur um zehn Prozent zurückgegangen. Der einzelne Schaden ist also im Durchschnitt größer geworden. Ein Grund hierfür: Heutzutage stehen immer mehr und vor allem hochwertigere elektronische Geräte in deutschen Haushalten. Mit rund 800 Euro war ein Einzelschaden im Schnitt im letzten Jahr so teuer wie noch nie. Das spiegelt sich auch in der Betrachtung der letzten Jahre wider: Seit 2006 sind die durchschnittlichen Versicherungsleistungen für einen Blitz- und Überspannungsschaden um ungefähr ein Viertel gestiegen.

Jahr      Anzahl der Blitz-               Gezahlte Leistungen
          und Überspannungsschäden        für Blitz- und
                                          Überspannungsschäden
2006      550.000                          340 Millionen Euro
2007      520.000                          330 Millionen Euro
2008      480.000                          350 Millionen Euro
2009      490.000                          340 Millionen Euro
2010      330.000                          220 Millionen Euro
2011      440.000                          330 Millionen Euro
2012 (2)  420.000                          310 Millionen Euro
2013 (2)  340.000                          280 Millionen Euro 
Blitz-Bilanz der Hausrat- und Wohngebäudeversicherung (1)
(1) GDV-Hochrechnung	   (2) vorläufige Schätzung 

Dabei ist die Anzahl derjenigen Schäden, die durch direkte Blitzschläge entstehen, vergleichsweise gering. Schadentreiber sind die indirekten Überspannungsschäden, wenn der Blitz in der unmittelbaren Umgebung der Wohnung einschlägt. Diese Überspannungsschäden machten 2013 mit rund 80 Prozent den größten Anteil aus. Wichtige Erkenntnis: Auf dem Land kommt es eher zu einem Überspannungsschaden als in der Stadt. Der Grund dafür liegt im meist stark verzweigten Leitungsnetz in der Stadt. Überspannungen können sich leichter verteilen und sind dadurch nicht mehr so hoch, wenn sie am eigentlichen Endgerät ankommen.

Im letzten Jahr verzeichnete der Blitzinformationsdienst von Siemens 542.376 Blitze. In Sachsen und Brandenburg hat es 2013 besonders häufig geblitzt. Die Langzeitbetrachtung zeigt, dass es in Sachsen, aber auch in den südwestdeutschen Bundesländern insgesamt häufiger blitzt, als beispielsweise in der Küstenregion.

Blitz- und Überspannungsschäden vorbeugen

Ein Blitzableiter am Haus schützt das Gebäude u. a. vor Brandschäden. Er sorgt dafür, dass die Energie zur Erde abgeleitet wird und nicht etwa den Dachstuhl in Brand setzt. Um die Elektroinstallation und die elektrischen Geräte im Haus zu schützen, reicht ein Blitzableiter aber nicht aus. Für deren Absicherung sind sogenannte Schutzgeräte notwendig, die sich zum einen in der Elektroverteilung und zum anderen vor dem zu schützenden Gerät befinden. Wenn kein Überspannungsschutz installiert ist, sollten bei Gewittern die Stecker von Elektrogeräten gezogen sein. Das gilt auch für Antennenanschlüsse und Anschlüsse für Telefon bzw. Internet.

Mit Wohngebäude- und Hausratversicherung gegen Blitz- und Überspannungsschäden versichern

Die Wohngebäudeversicherung schützt vor den finanziellen Folgen bei Blitzschäden am Haus, das heißt Schäden am Dach, am Mauerwerk oder an fest eingebauten elektrischen Installationen.

Die Hausratversicherung übernimmt Blitz- und Überspannungsschäden im Haus, wie beispielsweise an der Telefonanlage, dem Fernsehgerät oder dem Inventar.

Pressekontakt:

Alina Schön
Tel.: 030 / 2020-5113
a.schoen@gdv.de

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