Alle Meldungen
Abonnieren
Abonnieren Sie alle Meldungen von GTÜ Gesellschaft für Technische Überwachung GmbH

04.04.2003 – 12:00

GTÜ Gesellschaft für Technische Überwachung GmbH

GTÜ deckt Risikogruppen auf

GTÜ deckt Risikogruppen auf
  • Bild-Infos
  • Download

    - Querverweis: Grafiken werden über obs versandt und sind unter
        http://www.presseportal.de/galerie.htx?type=ogs abrufbar -

    Stuttgart/Leipzig (ots)


    
    Das erstmals herausgegebene GTÜ Mängel-Barometer vergleicht die
bei Hauptuntersuchungen festgestellten technischen Mängel an
Personenkraftwagen, Krafträdern, Nutzfahrzeugen, Anhängern und
sonstigen Fahrzeugen über einen Drei-Jahreszeitraum.
    
    Als größte amtlich anerkannte Überwachungsorganisation
freiberuflicher Kfz-Sachverständiger hat die GTÜ das Datenmaterial
von fast sieben Millionen Hauptuntersuchungen nach § 29 StVZO
ausgewertet und die unterschiedlichen Mängelproportionen
herausgearbeitet. Die Gegenüberstellung der Jahre 2000, 2001 und 2002
zeigt, wie sich die technische Fahrzeugsicherheit auf unseren Straßen
entwickelt. Außerdem dokumentiert das GTÜ Mängel-Barometer die
Mängeltendenz bei älteren Fahrzeugen und besonders häufig
beanstandete Baugruppen. Damit hat die GTÜ Informationen
zusammengestellt, die in diesem Umfang bisher noch nicht
veröffentlicht wurden.
    
    Ältere Personenwagen, Transporter bis 3,5 und Nutzfahrzeuge bis
7,5 Tonnen überdurchschnittlich mängelbehaftet
    
    Mit dem Alter steigt der Anteil der erheblichen Mängel vor allem
bei Personenwagen und Transportern bis 3,5 Tonnen steil an.
Insbesondere gewerblich genutzte Transporter fallen wegen ihrer hohen
Beanstandungsquote schon in den ersten Jahren auf. Bei den
Nutzfahrzeugen bis 7,5 Tonnen ermittelten die GTÜ-Prüfingenieure mit
zunehmendem Alter überdurchschnittlich viele geringe Mängel.
Hauptursache für das schlechte Abschneiden dieser drei Klassen ist
unzureichende Pflege und Wartung der Fahrzeuge. Maßnahmen zur
Verbesserung der Verkehrssicherheit Um die
verkehrssicherheitsrelevanten Fahrzeugmängel wirksam eingrenzen zu
können, empfiehlt die GTÜ dem Gesetzgeber drei Maßnahmen:
    
    1. jährliche Hauptuntersuchungsintervalle für Fahrzeuge älter als
         sieben Jahre
    2. jährliche Hauptuntersuchungen für gewerblich genutzte
         Transporter von 2,8 bis 3,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht
    3. Sicherheitsprüfungen (SP) zwischen der jährlichen
         Hauptuntersuchung für Nutzfahrzeuge ab 3,5 bis 7,5 Tonnen
         zulässigem Gesamtgewicht
    
    Diese drei Schritte sieht die GTÜ als entscheidenden und damit
unverzichtbaren Beitrag zur Verbesserung der Verkehrssicherheit.
    
    Mängel-Spitzen
    
    Bei der Gesamtbetrachtung aller Fahrzeuge behauptet im
Untersuchungszeitraum 2002 die Mängelgruppe "Beleuchtung/Elektrik"
den ersten Platz mit einem Anteil von über 21 Prozent. Mit nur noch
geringem Abstand folgt die Mängelgruppe "Bremsanlage" mit über 20
Prozent aller Mängel auf Platz zwei. Auf Platz drei rangiert die
Gruppe "Achsen/Räder/Reifen/Aufhängungen" mit inzwischen über 16
Prozent Anteil. Die "Umweltbelastung" ist gegenüber 2001 um ein
Prozent auf knapp 16 Prozent zurückgegangen.
    
    Beurteilung der Mängel-Ausreißer
    
    Das Beanstandungsniveau in der Gruppe "Beleuchtung/Elektrik" ist
auf jeden Fall zu hoch. Für diese Mängelrate sind in erster Linie die
Anhänger mit einer weit überdurchschnittlich hohen Mängelquote
verantwortlich. Es folgen die sonstigen Fahrzeuge.
    
    In der Gruppe "Bremsanlage" liegen die Personenkraftwagen vorn.
Sie stellen etwa 75 Prozent des gesamten Fahrzeugbestandes. Dadurch
ist das technische Risikopotenzial besonders hoch. Platz zwei belegen
die Nutzfahrzeuge, auf Grund ihrer pysikalischen Masse ebenfalls eine
kritische Gefahr.
    
    Personenwagen, Krafträder und Anhänger prägen das Mängelaufkommen
in der Gruppe "Achsen/Räder/Reifen/Aufhängungen". Bei der
"Umweltbelastung" dominieren die Personenwagen. Mit deutlichem
Abstand folgen die Nutzfahrzeuge und die sonstigen Fahrzeuge.
    
    Kenngröße GTÜ-Mängelindex
    
    Der GTÜ-Mängelindex für alle Fahrzeuge spiegelt die
Gesamtentwicklung wieder. Er ist von 2,21 im Jahr 2000 im
Untersuchungszeitraum 2002 auf seinen bisherigen Höchstwert von 2,29
gestiegen. Der GTÜ-Mängelindex nennt die durchschnittliche Anzahl
Mängel pro mängelbehaftetem Fahrzeug.
    
    Bei Abdruck Belegexemplar an die GTÜ erbeten.
    
ots Originaltext: GTÜ Gesellschaft für Technische Überwachung MbH
Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de

Weitere Informationen über die GTÜ erhalten Sie von:
GTÜ Gesellschaft für Technische Überwachung MbH
Fr.-Georg Väth
Leiter Information und Öffentlichkeitsarbeit
Telefon 07 11 - 9 76 76-620
Fax        07 11 - 9 76 76-609
E-Mail vaeth@gtue.de
Internet www.gtue.de

Original-Content von: GTÜ Gesellschaft für Technische Überwachung GmbH, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: GTÜ Gesellschaft für Technische Überwachung GmbH
Weitere Meldungen: GTÜ Gesellschaft für Technische Überwachung GmbH