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Ebola-Ausbruch: UNICEF bringt dringend benötigte Hilfsgüter nach Ituri

Ebola-Ausbruch: UNICEF bringt dringend benötigte Hilfsgüter nach Ituri
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Ebola-Ausbruch: UNICEF bringt dringend benötigte Hilfsgüter nach Ituri

Kinshasa/Köln, den 29. Mai 2026 – UNICEF hat mehr als 100 Tonnen dringend benötigter humanitärer Hilfsgüter in den Nordosten der Demokratischen Republik Kongo geliefert. Die lebensrettenden Hilfsgüter sind Teil der verstärkten Hilfsmaßnahmen zur Eindämmung des Ebola-Ausbruchs. Unterstützt wird der Lufttransport von der Generaldirektion Europäischer Katastrophenschutz und humanitäre Hilfe (ECHO) der Europäischen Kommission.

Die Lieferungen umfassen unter anderem persönliche Schutzausrüstung für Gesundheitspersonal, Medikamente, Hygieneartikel und medizinische Hilfsgüter. Sie wurden aus dem globalen UNICEF-Logistikzentrum in Kopenhagen mit einem humanitären Lufttransport eingeflogen. Ziel ist es, die Ausbreitung des Virus in den betroffenen Gemeinden einzudämmen.

„Wir stehen im Wettlauf gegen die Zeit, um diesen Ausbruch einzudämmen. Die Lage bleibt sehr besorgniserregend und dynamisch. Diese Hilfsgüter sind wichtig, um Gesundheitspersonal an vorderster Front zu schützen und betroffene Gemeinden, insbesondere Kinder, zu unterstützen“, sagte John Agbor, UNICEF-Repräsentant in der Demokratischen Republik Kongo, derzeit in Bunia.

Die Hilfsgüter sollen rund 100.000 Menschen zugutekommen, darunter Kinder und Familien in Gemeinden, die bereits unter den Folgen von Vertreibung, Konflikten und eingeschränktem Zugang zur lebensrettenden Grundversorgung leiden.

Gemeinsam mit staatlichen Stellen und humanitären Partnern weitet UNICEF seine Hilfe weiter aus. Im Mittelpunkt steht dabei, Infektionen zu verhindern und einzudämmen, die Versorgung mit Hilfsgütern sicherzustellen, über Risiken aufzuklären und eng mit den betroffenen Gemeinden zusammenzuarbeiten. Ergänzt wird dies durch Maßnahmen in den Bereichen Wasser, Sanitärversorgung und Hygiene sowie durch die direkte Unterstützung betroffener Kinder und Familien.

„Risikoaufklärung und die Zusammenarbeit mit den Gemeinden sind entscheidend, um Ebola einzudämmen. Frühere Ausbrüche haben gezeigt, wie wichtig Vertrauen und die aktive Einbindung der Menschen vor Ort für eine wirksame Eindämmung sind. Deshalb arbeiten wir eng mit lokalen Gemeinden, Gemeindevorsteher*innen, religiösen Gruppen, Frauenverbänden, Jugendgruppen und Gesundheitspersonal zusammen, um Aufklärung zu leisten, Infektionen frühzeitig zu erkennen und sichere Verhaltensweisen zu fördern“, ergänzte Gilles Fagninou, UNICEF-Regionaldirektor für West- und Zentralafrika.

Mit Stand vom 26. Mai 2026 wurden in der Demokratischen Republik Kongo bereits 121 bestätigte Ebola-Fälle und 17 Todesfälle registriert. Darüber hinaus haben die nationalen Behörden insgesamt 1.077 Verdachtsfälle erfasst.

Die rasche Ausbreitung des Ausbruchs über mehrere Provinzen und Gesundheitszonen im Nordosten der Demokratischen Republik Kongo verdeutlicht, wie notwendig ein anhaltendes und koordiniertes Vorgehen ist, um das Virus einzudämmen und Kinder, Familien und Gemeinden zu schützen.

UNICEF hat seine höchste Notfallstufe aktiviert und bereits 6,5 Millionen US-Dollar aus eigenen Mitteln mobilisiert, um die Hilfe für Kinder und Familien auszuweiten. Mehr denn je ist UNICEF auf flexible und schnell verfügbare finanzielle Hilfe angewiesen, um Kinder und Familien zu erreichen.

Service für die Redaktionen

Gerne vermitteln wir Interviews mit den UNICEF-Teams in DR Kongo, einschließlich in Bunia.

Bild- und Videomaterialien stehen hier und hier zur Verfügung.

Spendenmöglichkeiten finden Sie hier.

Pressekontakt: 
UNICEF Deutschland, Christine Kahmann, Sprecherin, 0159 04139723,  presse@unicef.de

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