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H.-J. Stuck: "R. Schumacher bringt nicht das gleiche Herzblut mit wie sein Bruder!"
Ex-Formel 1-Pilot gibt im PREMIERE-Interview einen Ausblick auf die Saison 2002

    München (ots) - Keine Ausreden mehr für Mercedes, Schonfrist für
BMW und ein klares Plädoyer für den vierfachen Formel 1-Weltmeister
Michael Schumacher. Ex-Formel 1-Pilot Hans-Joachim Stuck glaubt vor
dem Saisonauftakt in Australien (1. bis 3. März, PREMIERE überträgt
an allen drei Tagen live) an eine Titelverteidigung des Kerpener
Ferrari-Piloten und lobt im Interview mit PREMIERE vor allem dessen
Einstellung: "Für Michael ist der Rennsport einfach der Tagesinhalt.
Das fängt bei ihm in der Früh beim Aufstehen an und hört beim
Einschlafen auf." Seinem Bruder Ralf attestiert der PREMIERE ALLSTAR
ebenfalls große Möglichkeiten, gibt aber zu bedenken: "Natürlich war
Ralf in der Formel 1 schon sehr erfolgreich, aber er bringt nicht das
gleiche Herzblut mit, wie das bei Michael der Fall ist."
    
    Für Stuck, der zwischen 1974 und 1979 insgesamt 74 Grand
Prix-Rennen bestritt, wird Ralf Schumacher wohl nie das Engagement im
Motorsport an den Tag legen, das seinen Bruder so sehr auszeichnet:
"Ralf kann meines Erachtens sicherlich einmal Weltmeister werden,
aber er wird nicht von ganzem Herzen in der Formel 1 fahren, wie
Michael das tut. Er ist eben ein wenig anders gelagert als sein
Bruder."
    
    Der Weltmeister-Titel führt laut Stuck nur über Ferrari und damit
Michael Schumacher: "Er ist noch immer siegeshungrig, das steht auf
alle Fälle fest. Er hat von seinem Biss nichts verloren, was man an
seinen spektakulären Unfällen gesehen hat. Der will jetzt auch noch
den fünften Titel holen!" Stuck weiter: "Es ist schon sehr
erstaunlich, was der Mann in seiner Sportart für einen Elan an den
Tag legt und was für einen ungebrochenen Siegeswillen er hat. Das ist
eine ganz tolle Geschichte!"
    
    Sollten bei Ferraris Dauerkonkurrenten McLaren-Mercedes die
Erfolgserlebnisse ausbleiben, wird es nach Meinung von Hans-Joachim
Stuck bei den Stuttgartern wenig zu lachen geben: "Bei
McLaren-Mercedes geht's um die Wurst, da gibt's keine Ausreden mehr!
Die müssen in diesem Jahr Ergebnisse liefern. Die Kollegen Norbert
Haug und Ron Dennis und natürlich auch Herr Hubbert stehen unter
Druck. Das muss funktionieren!" Besonders freut sich der Ex-Formel
1-Pilot auf die neue Fahrerkombination bei McLaren: "Ich bin sehr
gespannt auf das Duell David Coulthard gegen Kimi Räikkönen. David
hat in letzter Zeit ja sehr flotte Aussagen getätigt, dass er da
eigentlich keine Gefahr sieht. Da werden wir mal schauen, ob er das
hinkriegt: Der Kimi ist nämlich ein richtiger 'Gasgeber'."
    
    Dagegen räumt Stuck dem zweiten deutschen Motorenlieferanten in
der Formel 1, BMW, "noch ein bisschen Schonfrist" ein. "Man hat bei
BMW in den letzten beiden Jahren die sich selbst gelegte Latte durch
die Erfolge bei weitem übertroffen. Man muss nun diese Erfolge
bestätigen. Auf den Motor bezogen sieht das gut aus. Zwar haben alle
im Vorfeld geschrien, das Auto hat zu wenig Abtrieb, aber ohne dabei
zu bedenken, dass natürlich mehr Motorleistung und mehr Drehmoment
einen höheren Abtrieb erfordert. Für Melbourne sehe ich das noch
nicht so dramatisch, da ist Power gefragt."
    
ots Originaltext: PREMIERE
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