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28.09.2004 – 09:53

VDA Verband der Automobilindustrie e.V.

IAA-Symposium des ETM-Verlags und des VDA
Das Nutzfahrzeug wird immer sauberer und sicherer

    Frankfurt am Main (ots)

Drei wesentliche Themen dieser IAA - die
Umsetzungsstrategien zu Euro 4/Euro 5, aktive Sicherheit sowie neue
Verkehrskonzepte - wurden auf der hochkarätig besetzten
Gemeinschaftsveranstaltung des ETM-Verlages und des Verbandes der
Automobilindustrie (VDA) "Technische Voraussetzungen für die
zukünftige Verkehrsbewältigung" intensiv behandelt. Fazit: Das
Nutzfahrzeug wird immer sauberer und sicherer.
    
    VDA-Präsident Prof. Dr. Bernd Gottschalk verwies eingangs darauf,
dass die Automobilindustrie in den letzten 5 Jahren mehr als 70 Mrd.
Euro allein für Forschung und Entwicklung aufgewendet habe: "Damit
steckt die Automobilindustrie  mehr Geld in Forschung und Entwicklung
als jede andere Branche in Deutschland." Insgesamt hätten die
deutschen Automobilkonzerne einen Bestand von 50.000 Patenten, mit
jährlich 3.000 neuen Patenten liege diese Branche weltweit an der
Spitze. Seit 1993 habe sich die Zahl der FuE-Mitarbeiter um 50
Prozent auf 80.000 hochqualifizierte Beschäftigte erhöht. Während die
Industrie mit großem Engagement diese Zukunftsinvestitionen
durchführe, bestehe im öffentlichen Bildungssystem, das im
internationalen Vergleich lediglich Mittelmaß sei, ein erheblicher
Nachholbedarf: "Was wir brauchen, ist nicht noch mehr Regulierung,
sondern im Gegenteil mehr Freiheit und Wettbewerb der
Bildungseinrichtungen untereinander."
    
    Der technische Fortschritt dieser Schlüsselbranche wurde auf dem
Symposium mit handfesten Beispielen veranschaulicht. Marcel Lejeune,
CEO des Geschäftsbereichs "Commercial Vehicles" von Siemens VDO
Automotive, sieht einen "boomenden Markt" in der Automotive Software
und formulierte das anspruchsvolle Ziel einer "Null-Fehler-Qualität"
im Bereich der Elektronik. Die "Vision vom unfallfreien Fahren" ist
nach den Ausführungen von Prof. Dr. Hartmut Marwitz, Leiter
Entwicklung Mercedes-Benz Lkw, mit Hilfe modernster
Fahrerassistenzsysteme in greifbare Nähe gerückt: "Der Bremsassistent
bringt die wertvollen Meter, die ein Auffahren verhindern können."
Allerdings werden die elektronischen Helfer, ob
Abstandsregeltempomat, Spurwächter oder Fahrdynamikregelung, von den
Kunden noch nicht in hohem Maße nachgefragt, da gebe es noch
Aufklärungsbedarf. Der Fahrer dürfe zudem nicht durch zu viele
Informationen gleichzeitig überfordert werden, unterstrich Prof.
Marwitz, Elektronik müsse unterstützend wirken. Der Erhalt der
Aufmerksamkeit des Fahrers sei das Ziel. Prof. Dr. Kurt Rößner,
Vorsitzender der Geschäftsführung der Dekra Automobil GmbH, betonte:
"Der Mensch muss mit technischen Innovationen verantwortungsvoll
umgehen." Letztlich bleibe die Verantwortung für das Fahrzeug beim
Fahrer, diese könne ihm auch die Technik nicht abnehmen.
    
    Roland von Hoerner, Leiter Vorentwicklung der MAN Nutzfahrzeuge
AG, stellte die Umsetzungsstrategien Euro 4 und Euro 5 vor. Euro 4
könne mit innermotorischen Maßnahmen und der gekühlten
Abgasrückführung erreicht werden, für Euro 5 sei die SCR-Technologie
notwendig. Für die Zukunft schlug Roland von Hoerner weltweit gültige
Grenzwerte und Testzyklen vor: "Das sollten keine regionalen
Vorschriften mehr sein, sondern in USA und Japan ebenso gelten wie in
Europa."
    
    John Aurell und Thomas Wadmann, Volvo Truck Corporation, sprachen
über "Längen, Höhen, Breiten - Neue Konzepte für das
Speditionsgewerbe". Dabei wurde deutlich, dass die aktuelle
Diskussion um den "60-Tonner" durch die Trennung von Maßen und
Gewichten versachlicht werden könne. Der Trend zu Volumentransporten
führe zu einem niedrigeren Gesamtgewicht - aus einem 60-Tonner werde
so faktisch ein 50-Tonner. Prof. Marwitz hatte noch einen "48-Tonner"
als neue Größe genannt, so dass die Diskussion über die "Giga-Liner",
die gerade erst begonnen hat, immer interessanter wird. Die gelungene
und sehr gut besuchte Veranstaltung machte deutlich, dass das
Nutzfahrzeug bereits heute ein Hightech-Gerät ist, das höchste
Umwelt- und Sicherheitsstandards erfüllt und weiteres Potenzial für
die Zukunft besitzt. Die Moderation hatte Werner Bicker,
Redaktioneller Gesamtleiter des ETM-Verlages, übernommen.
    
    
ots Originaltext: Verband der Automobilindustrie (VDA)
Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de


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Eckehart Rotter
VDA
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Tel.: 069/97507-266
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