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Telekommunikations- und Pay-TV-Dienste treiben Kabelindustrie in Deutschland an

    Berlin (ots) - Der Gesamtumsatz der Kabelindustrie in Deutschland lag 2006 bei rund 2,9 Mrd. Euro. Nur ein Bruchteil davon wurde bisher durch Zusatzdienste wie digitales Pay-TV, Internet und Telefonie erwirtschaftet. Dieser Umsatzanteil wird sich in den nächsten Jahren deutlich erhöhen: Bis 2012 werden so die Umsätze der Kabelindustrie in Deutschland auf insgesamt 3,7 Mrd. Euro anwachsen, ein Plus von 25 Prozent. Dies ist das Ergebnis der aktuellen Goldmedia Studie "Zukunft der TV-Übertragung", in der die Infrastrukturen zur Rundfunkübertragung in Deutschland analysiert werden.

    Wachstumsmotor des Kabelmarktes sind vor allem die Triple-Play-Pakete, mit denen die Verbraucher über das Kabel zusätzlich auch telefonieren und im Internet surfen können. Internet und Telefonie ermöglichen dabei höhere Umsätze pro Kunde, als dies mit Pay-TV-Produkten zu erzielen ist. Dennoch bleibt das digitale Pay-TV der am stärksten nachgefragte Zusatzdienst bei den Kabelnetzbetreibern und weist vergleichsweise hohe Kundenzahlen auf: So gab es Ende 2006 nach Goldmedia-Berechnung bei den Kabelnetzbetreibern bereits mehr als 1,2 Mio. digitale Pay-TV Kunden neben rund 590.000 Internet- und rund 360.000 Telefoniekunden.

    Der Umsatztrend für Zusatzdienste ist klar positiv. Während 2006 digitales Pay-TV, Internet und Telefonie kumuliert nur acht Prozent der Umsätze der deutschen Kabelbranche erwirtschafteten, wird sich dieser Umsatzanteil bis 2012 laut Goldmedia-Prognose auf 27 Prozent erhöhen.

    Die Gründe dafür liegen auf der Hand: Die Kunden können Kostenvorteile geltend machen, wenn sie Internet und Telefon über die Kabeldose bestellen. Zusätzliche Gebühren für die klassische Telefonleitung entfallen. Zudem können, anders als beim Fernsehkabel, die Verträge für Internet und Telefon problemlos gekündigt werden. Noch haben einige Kunden allerdings Vorbehalte, alle Kommunikationskanäle über eine einzige Leitung zu beziehen. Solche Ängste müssen die Anbieter bei ihren Marketingstrategien stärker berücksichtigen.

    Die Studie steht in Kürze unter www.Goldmedia.de kostenlos zum Download bereit.

Pressekontakt:
Dr. Katrin Penzel
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