Verhandlungsspielraum beim Wohnungskauf schrumpft weiter
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Differenz zwischen Angebots- und Transaktionspreisen
Verhandlungsspielraum beim Wohnungskauf schrumpft weiter
- Bundesweit liegen die tatsächlich gezahlten Kaufpreise für Wohnungen aktuell 5,8 Prozent unter den Angebotspreisen – Mitte 2025 waren es noch 6,8 Prozent.
- Auch in sechs von acht Metropolen nähern sich Angebot und Abschluss weiter an.
- Den größten Verhandlungsspielraum gibt es in Köln (9,2 Prozent).
- In Leipzig entsprechen die Kaufpreise im Durchschnitt den Angebotspreisen.
Beim Kauf von Eigentumswohnungen nähern sich Angebotspreise und tatsächlich erzielte Transaktionspreise weiter an – das zeigt eine aktuelle Auswertung von ImmoScout24 und Sprengnetter. Im Dezember 2025 lag der Verhandlungsspielraum bundesweit bei 5,8 Prozent. Damit setzt sich der Trend aus dem vergangenen Sommer fort: Die Preisvorstellungen von Verkäufer:innen und Käufer:innen nähern sich wieder an.
„Verkäufer orientieren sich wieder stärker an realistischen Marktpreisen, und die gestiegene Nachfrage begrenzt zusätzlich den Verhandlungsspielraum“, sagt Dr. Gesa Crockford, Geschäftsführerin von ImmoScout24. „Kaufinteressenten können weiterhin über den Preis sprechen, aber die Phase deutlich zweistelliger Nachlässe ist in den meisten Städten vorbei.“
Metropolenvergleich: Verhandlungsspielraum bleibt, wird aber kleiner
Auch in den acht Metropolen gibt es weiterhin Unterschiede zwischen Angebotspreisen und tatsächlich erzielten Kaufpreisen. Den größten Verhandlungsspielraum gibt es in Köln (9,2 Prozent) und Hamburg (7,8 Prozent), wo im Schnitt die höchsten Nachlässe erzielt werden. In Stuttgart (6,6 Prozent), München (5,9 Prozent), Berlin (5,5 Prozent) und Frankfurt am Main (5,2 Prozent) liegen die Abschläge nahe am bundesweiten Durchschnitt (5,8 Prozent). Besonders gering ist der Verhandlungsspielraum in Düsseldorf, wo Kaufpreise im Mittel nur etwas mehr als ein Prozent unter den Angebotspreisen liegen (1,4 Prozent). In Leipzig (0,0 Prozent) entsprechen die Kaufpreise im Durchschnitt den Angebotspreisen.
Sprengnetter-Geschäftsführer David Niedzielski: „Die Annäherung von Angebots- und Transaktionspreisen zeigt, dass sich der Markt nach der Korrekturphase zunehmend normalisiert. Unsere Transaktionsdaten belegen diese Entwicklung, auch wenn regionale Unterschiede weiterhin deutlich sichtbar bleiben.“
Steigende Nachfrage begrenzt Verhandlungsspielraum
Im Vergleich zum Juni 2025 hat sich der Verhandlungsspielraum in sechs der acht Metropolen weiter verringert. Am stärksten war der Rückgang in Düsseldorf (-4,3 Pp), Leipzig (-3,6 Pp) und Hamburg (-2,2 Pp). Angebotspreise werden wieder realistischer angesetzt, gleichzeitig bleibt die Nachfrage nach Eigentumswohnungen in den Städten hoch, wie das WohnBarometer für das vierte Quartal 2025 zeigt. Das führt dazu, dass Käufer:innen weiterhin verhandeln, aber seltener hohe Abschläge durchsetzen können. Einzig in Köln (+0,2 Pp) und Stuttgart (+0,2 Pp) ist der Verhandlungsspielraum konstant geblieben.
Alle Daten zu den acht Metropolen finden Sie in der angehängten Medieninformation (PDF) anbei und im ImmoScout24 Medienbereich .
Methodik
Analysiert wurde die prozentuale Abweichung zwischen Angebotspreisen und tatsächlichen Kaufpreisen von Eigentumswohnungen. Grundlage der Auswertung sind 1.387.821 Angebotspreise von ImmoScout24 sowie 338.875 beurkundete Kaufpreise von Sprengnetter. Die angegebenen Differenzen sind Durchschnittswerte für die jeweiligen Städte. Stichtag der Analyse ist der 1. Januar 2026.
Über Sprengnetter
Sprengnetter ist der führende Anbieter für Immobilienbewertungen. Seit 1978 sammelt das Unternehmen Transaktionsdaten und bietet seinen Partnern in der Kredit- und Immobilienwirtschaft Zugriff auf über 35 Millionen Marktdaten, Fachliteratur und Seminare zur Aus- und Weiterbildung. Die Internationalisierung treibt das Unternehmen unter anderem durch seine Tochtergesellschaften in Österreich und Italien voran. Sprengnetter beschäftigt insgesamt über 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und gehört seit 2023 zur Scout24-Gruppe.
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Johanna Fitschen
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