Bundeszahnärztekammer

Aus Erfahrungen der Kollegen lernen - im Berichtssystem der Zahnärzte
Die Bundeszahnärztekammer zur Behandlungsfehlerstatistik des MDK

Berlin (ots) - Die Zahnärzteschaft setzt zur Qualitätssicherung der Behandlung unter anderem auf das Berichts- und Lernsystem "CIRS dent - Jeder Zahn zählt!", das dabei hilft, unerwünschte Ereignisse zu vermeiden. Darauf verweist die Bundeszahnärztekammer (BZÄK) anlässlich der aktuellen Behandlungsfehlerstatistik der Medizinischen Dienste der Krankenversicherung (MDK), in der die Bedeutung einer gezielten Strategie zur Fehlervermeidung betont wurde.

Seit 2011 können sich Zahnärzte in dem Pilotprojekt der BZÄK "Jeder Zahn zählt!" anonym über unerwünschte Ereignisse aus ihrem Praxisalltag austauschen. Anfang 2016 wurde das System unter dem Namen "CIRS dent - Jeder Zahn zählt!" (www.cirsdent-jzz.de) von BZÄK und KZBV gemeinsam auf eine breite Basis gestellt. Es wurde gestern auf einer Pressekonferenz der Öffentlichkeit vorgestellt.

"Mittels "CIRS dent - Jeder Zahn zählt!" können Zahnärzte gegenseitig von ihren Erfahrungen profitieren. Der Zuspruch seit dem Neustart ist hoch und wir ermuntern weitere Kollegen, durch eine Beteiligung einen aktiven Beitrag zur Patientensicherheit zu leisten", erklärt Dr. Peter Engel, Präsident der Bundeszahnärztekammer.

In der Zahnmedizin gibt es jährlich rund 90 Millionen Behandlungsfälle allein bei Patienten der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) - Zahnärzte sind die mit am häufigsten aufgesuchten Ärzte. Unabhängig von den im MDK-Report ausgewiesenen Behandlungsfehlern, arbeitet die Zahnärzteschaft an einer weiteren Verbesserung der Behandlungsqualität - denn jeder unzufriedene Patient einer zu viel. "Der zahnärztliche Berufsstand lebt damit eine positive Fehlerkultur: wenn schon unerwünschte Ereignisse passieren, sollen zumindest die Kollegen die Chance haben, daraus zu lernen", so Engel.

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Dipl.-Des. Jette Krämer, Telefon: +49 30 40005-150, E-Mail:
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