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Rheinische Post: Die Bayer-Profis

    Düsseldorf (ots) - Von Robert Peters

    Weit über 100 Jahre hat Bayer Leverkusen den Sport als Teil der Unternehmenskultur begriffen. Breitensportler wurden ebenso gefördert wie die Spitzenmannschaften im Basketball, Volleyball und Handball. Auf sein Engagement für die Leichtathletik war der Konzern zu Recht besonders stolz. Es trug ihm Anerkennung ein. Und es half den kleinen Sportarten, öffentlich wahrgenommen zu werden. Viele Entwicklungshelfer haben die nicht mehr. Künftig auch bei Bayer nicht. Denn der Konzern handelt ab dem nächsten Jahr, wie es andere Sponsoren vorgemacht haben: Bayer setzt fast alles auf die Karte Fußball. In diesem Bereich wird mit hohem Geldeinsatz die Rückkehr an die deutsche Spitze gesucht. Der Sport von Bayer Leverkusen wird zur Fußballfirma. Das ist gleichbedeutend mit einem Verlust an sportlicher Breite im buchstäblichen Sinn. Die Sportlandschaft wird ärmer, wenn nur noch auf den Geschmack der Masse und das Image in der Werbung geschielt wird, so nachvollziehbar das für kühle Rechner aus der Industrie sein mag. Das Unternehmen stiehlt sich aus der eigenen Tradition. Und es ist sicher kein Trost, dass Bayer damit zeitgemäß handelt.

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