Das könnte Sie auch interessieren:

Zwischen Lob und Selbstzweifel: die "Dancing on Ice"-Promis vor ihrer zweiten Kür auf dem Eis - am Sonntag live in SAT.1

Unterföhring (ots) - Bezaubernde Kür oder große Rutschpartie? Sieben Prominente wagen ihren zweiten Tanz auf ...

Handball-WM 2019: Deutschland gegen Frankreich am Dienstag live im ZDF

Mainz (ots) - Nach den beiden überzeugenden Auftritten gegen Korea und Brasilien sowie dem heutigen Spiel gegen ...

Big Bang zum Abschluss: Wer gewinnt das Finale der ProSieben-Show "Masters of Dance"?

Unterföhring (ots) - Wer gewinnt die ProSieben-Show "Masters of Dance"? Im großen Finale am Donnerstag, 10. ...

17.07.2006 – 21:57

Rheinische Post

Rheinische Post: PR-Gag Kombilohn

    Düsseldorf (ots)

Von Antje Höning

    In der Arbeitsmarktpolitik liebte es die SPD schon immer großspurig. Peter Hartz, der im Auftrag von Ex-Kanzler Schröder die Blaupause für die Arbeitsmarkt-Reform schrieb, hatte die Halbierung der Arbeitslosigkeit versprochen. Bekanntlich stieg seitdem die Zahl auf über fünf Millionen. Nun verspricht SPD-Arbeitsminister Franz Müntefering 100.000 neue Jobs für Ältere. Sein Kombilohn soll es richten. Die Ankündigung ist ein dreister und naiver PR-Gag. Dreist ist sie, weil Müntefering im Kabinett Maßnahmen vorstellen wird, die es so ähnlich bereits gibt. Naiv ist sie, weil diese Hilfen kaum angenommen werden. Ob Eingliederungszuschuss oder Weiterbildungshilfe - Ältere und Betriebe haben kaum Interesse. Insgesamt haben die Arbeitsämter 2005 nicht mal 20.000 Ältere damit unterstützt. Warum sollte das anders werden, bloß weil Müntefering die Maßnahmen leicht modifiziert und mit dem Aufkleber "50plus" versieht? Was Müntefering treibt, ist klar: Er will eine positive Nachricht für Ältere rausbringen, bevor er mit konkreten Plänen zur unbeliebten Rente mit 67 herauskommt. Doch so leicht lassen sich die Bürger nicht blenden. Müntefering sollte seine Kraft besser darauf konzentrieren, die Ursachen der Arbeitslosigkeit anzupacken - zum Beispiel die Abgaben senken.

Rückfragen bitte an:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2303

Original-Content von: Rheinische Post, übermittelt durch news aktuell

Alle Meldungen
Abonnieren Sie alle Meldungen von Rheinische Post
  • Druckversion
  • PDF-Version

Themen in dieser Meldung

Weitere Meldungen: Rheinische Post