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Rheinische Post: Teurer Schutz

    Düsseldorf (ots) - Von Martin Bewerunge

    Mit der Vogelgrippe verhält es sich im Moment ein wenig so wie damals mit dem Kalten Krieg: Die gefühlte Bedrohung schwankt, die Worst-Case-Szenarien sind dramatisch. Wenn der schlimmste Fall einträte, gäbe es wohl kaum genügend Schutz für alle. Millionen Menschen könnten sterben. Einziger Trost: Noch ist ja nichts passiert. Damit aber auch in Zukunft möglichst wenig passiert, bedarf es noch enormer Anstrengungen. Die zunehmende Zahl der Infektionen mit dem lebensbedrohlichen Virus H5N1 in der Türkei, am Tor zu Europa, belegt: Die Bedrohung wächst, und sie rückt näher. Experten schätzen die Gefahr einer Pandemie, einer weltumspannenden Krankheitswelle, so hoch ein wie seit fünfzig Jahren nicht mehr. Vor diesem Hintergrund scheinen die weltweiten Bemühungen zum Seuchenschutz hinterherzuhinken. Auch in Deutschland vermag niemand zu sagen, ob der vorgesehene Vorrat an Medikamenten reicht, bis ein Impfstoff entwickelt ist. Schon die nächsten Monate könnten zeigen: Die Vorsorge gegen die Vogelgrippe wird aufwändiger und teurer als geplant. Zugleich wird eine schlichte Erkenntnis näher ins Bewusstsein rücken: dass der zu befürchtende Schaden zigtausendfach höher sein dürfte.

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