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Rheinische Post: Paracelsus verklagt WestLB auf 194 Millionen

    Düsseldorf (ots) - Die Düsseldorfer WestLB AG sieht sich einer Millionen schweren Schadenersatzklage ausgesetzt. Nach Informationen der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" (Dienstagausgabe) hat die Paracelsus-Kliniken Deutschland GmbH die WestLB AG auf Schadenersatz in Höhe von 194,3 Millionen Euro (Az.: 5 O 337/05) verklagt. Nach Informationen der Zeitung wirft der Klinikbetreiber Paracelsus der WestLB AG vor, für das Scheitern des Verkaufs einer US-Tochter Ende der neunziger Jahre verantwortlich zu sein. In der Klageschrift heißt es, die WestLB habe "nachhaltig und massiv den Alleingesellschafter der Klägerin entmachtet und eine ihr genehme Geschäftsführung installiert". Diese sei letztlich von der WestLB gesteuert worden. Es seien "folgenschwere Versäumnisse der damaligen Geschäftsführung, die durch die WestLB kontrolliert und gesteuert wurde, zu beklagen", sagte der Paracelsus-Geschäftsführer Joachim Bovelet der Zeitung. Die WestLB wies die Vorwürfe zurück: Die Bank habe nie Einfluss genommen auf die Organe der Gesellschaft oder die Bestellung der Organe. Die Bank sehe der Verhandlung absolut gelassen entgegen. Zu der Frage, ob Rücktstellungen für etwaige Klagerisiken gebildet worden sind, wollte sich das Institut nicht äußern.

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