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Rheinische Post: "Ausländische Trainer sind die zweitbeste Lösung"

Düsseldorf (ots)

Der Direktor der Trainerakademie des Deutschen
Sportbunds, Lutz Nordmann, steht der Verpflichtung von ausländischen 
Trainern kritisch gegenüber. Zum Einsatz US-amerikanischer 
Fitnesstrainer im Stab der Fußball-Nationalelf sagte er gegenüber den
Rheinischen Post (Samstagausgabe): "Bei uns gibt es auch 
ausgezeichnete und engagierte Fachleute auf diesem wichtigen Gebiet. 
Die können das mindestens genauso gut wie die Amerikaner."
Der frühere Sportdirektor des Deutschen Hockey-Bunds bezeichnete 
den Einsatz von ausländischen Trainern grundsätzlich als "die 
zweitbeste Lösung". "Der Trainer, der aus dem Ausland kommt, ist 
meist nur eine temporäre Erscheinung und bringt die Systeme 
durcheinander", sagte der 48-jährige Sachse, "aber wenn ein Trainer 
von vornherein nur eine zeitweilige Lösung ist, sind nachwirkende 
Probleme fast zwangsläufig zu erwarten, weil er ja dann auch ganz 
bestimmte Interessen haben muss  den kurzfristigen Erfolg nämlich." 
Gerade in den Verbänden seien aber langfristig funktionierende 
Systemlösungen in Training und Wettkampf notwendig.
Nordmann begrüßte, dass Fußball-Bundestrainer Jürgen Klinsmann 
Impulse aus anderen Sportarten annimmt. "Wir müssen den Transfer 
zwischen den Sportarten verbessern, Synergieeffekte nutzen. In vielen
Bereichen und Verbänden gibt es exzellente Lösungen, die auch 
anderswo von großem Wert sehen."
Mit Verwunderung reagierte er auf die große Resonanz, die die 
Verpflichtung von Psychologen hervorrufe. "Es reicht nicht, einen 
Psychologen in den Stab zu holen. Es geht viel mehr darum, wie dieser
Fachmann in die Gesamtzusammenhänge eingebunden wird. Und dafür ist 
der Cheftrainer zuständig. Man darf ohnehin nicht glauben, die Arbeit
mit einem Psychologen könne athletische Defizite kompensieren. Der 
Psychologe kann ein sehr wichtiger Bestandteil eines starken, 
engagierten Betreuerteams im Leistungssport sein  nicht mehr, aber 
eben auch nicht weniger."

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