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11.09.2019 – 20:39

Rheinische Post

Rheinische Post: Kommentar: Bioabfälle bepreisen

Düsseldorf (ots)

Warum soll Supermärkten gesetzlich vorgegeben werden, was auch freiwillig schon gut klappt? Wenn die verschiedenen Schätzungen zusammen passen (niemand zählt jede Möhre und jedes Brötchen, die in den Containern landen), dann wird jetzt schon jedes dritte Lebensmittel vor dem Müll bewahrt und an die Tafeln abgegeben. Mehr können die freiwilligen Helfer ohne zusätzliche Unterstützung gar nicht verkraften. Das Problem ist grundsätzlicher: Die Politik muss das Prinzip, das sie beim CO2 im Klimaschutz ansteuert, auch auf die Lebensmittelverschwendung übertragen: Schädliches muss teurer werden. Es darf sich nicht rechnen, Millionen Tonnen an Fleisch, Obst, Gemüse und Salat von vornherein als Überschüsse zu produzieren und damit eben auch das Klima völlig unnötig zu belasten. Natürlich dürfen wir es nicht übertreiben und mit dem Beispiel der sozialistischen Planwirtschaft auf leere Regale setzen. Doch die ökologischen Folgen der Überproduktion sollten sich in der Ökonomie wiederfinden: Bioabfälle haben als vermeidbare Kosten teurer zu werden.

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