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Rheinische Post: Kommentar: Kalkulierte Provokation

Düsseldorf (ots) - Der Ordnungsruf gegen AfD-Fraktionschefin Alice Weidel war von dieser wohl kalkuliert. Nach der Sitzung warb sie damit sogar um mehr Kundschaft für ihre Präsenz im Internet. "Kopftuchmädchen", "alimentierte Messermänner" und "sonstige Taugenichtse" in einen Satz zu rühren, hatte zuvor im Bundestag zu den provozierten Buhrufen geführt bis hin zum "Sie sollten sich schämen!" aus dem Mund von Unionsfraktionschef Volker Kauder. Die Kanzlerin war zuvor der Linie treu geblieben, gar nicht darauf einzugehen und die verbalen Knalleffekte der AfD einfach verpuffen zu lassen. Denn die Reaktionen sind stets die gleichen, wie AfD-Chef Alexander Gauland freimütig einräumte: Attacken auf die AfD brächten der AfD Stimmen, nicht den anderen. Gleichwohl gibt es einen Unterschied zu früheren Entgleisungen, als die Parlamentarier in der Regel sich selbst angingen. Die AfD hingegen erniedrigt ganze Personengruppen. Das entspricht einer Verwahrlosung in Gesellschaft und Politik und nutzt nur den Scharfmachern, nicht dem Lösen von Problemen.

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