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Rheinische Post: Kommentar: Die PS der Bürgermeister

Düsseldorf (ots) - Wer wenig Geld hat, muss sparen - auch beim Auto. Diese Erkenntnis scheint endlich auch bei den Bürgermeistern zu greifen. Immer mehr Amtsträger entscheiden sich für kleinere Dienstwagen und weniger PS. Einige Stadtchefs kommen sogar per Rad oder zu Fuß ins Rathaus. Ganz freiwillig aber sparen die meisten wohl nicht. Die öffentliche Meinung fördert den Gesinnungswandel. Die Bürgermeister folgen dem Ruf der neuen Bescheidenheit: Der Papst lebt es vor, fährt Fiat statt Mercedes. Der Düsseldorfer Oberbürgermeister Geisel stieg jüngst von der S-Klasse in einen Van um. Auch er will offensichtlich zeigen, dass er sozial handelt. Die Botschaft aus den Rathäusern: Der Bürger-Meister möchte Bürger-Anwalt sein! Sicher richtig. Sparen um des Sparens willen aber hilft wenig. Der Dienstwagen macht nur Sinn, wenn er die Anforderungen eines rollenden Büros erfüllt. Dazu gehören neben Sicherheit und Sitzkomfort permanente Erreichbarkeit und nicht zuletzt ein wenig Glanz. Schließlich repräsentiert der Rathauschef die ganze Stadt. Also: Gönnen wir dem Bürgermeister ruhig ein vernünftiges Auto.

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