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Rheinische Post: Kommentar: Streit um Pferdekutsche

Düsseldorf (ots) - Als New Yorks neuer Bürgermeister Bill de Blasio vor einem Jahr ankündigte, die Kutschfahrten in der Metropole verbieten zu wollen, löste er damit einen gewaltigen Sturm der Entrüstung unter den New-Yorkern aus. Der hätte ihn sogar aus dem Amt fegen können, wenn er den Vorschlag nicht wieder zurückgenommen hätte - so sehr kochten die Emotionen hoch. Dabei wirken Pferdekutschen auf unseren Straßen zwischen hupenden und drängelnden Autos und Bussen wie aus der Zeit gefallen. Für die schreckhaften Tiere ist es alles andere als ein Vergnügen, die Gefährte durch den hektischen Verkehr zu ziehen. Die schweren Unfälle mit Pferdekutschen häufen sich. Tierschützer sprechen schon längst von Tierquälerei, die verboten werden muss. Doch weil etwa Touristen, Hochzeitspaare und Junggesellen aus Nostalgiegründen nicht auf Pferdekutschfahrten verzichten wollen, scheuen Politiker offenbar vor einem gesetzlichen Verbot zurück - das Beispiel New York zeigt ja, wohin ein solcher Vorstoß führen kann. Leider.

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