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Rheinische Post: Kommentar: Steuervorteil Lachen

Düsseldorf (ots) - Karnevalisten sollen weniger Steuern zahlen und mehr Rente bekommen. Schon wieder ein Witz auf unsere Kosten? Doch bei dieser närrischen Forderung hört der Spaß auf. Oder? In den Genuss von Steuervorteilen kommen bereits Übungsleiter im Sport und in der Jugendarbeit. Ehrenamtlicher Einsatz sichert so manche Initiative, die Menschen in Not Hilfestellung gibt, die Betreuung von Kindern und Senioren sicherstellt, Traditionen pflegt und Heimatgefühl vermittelt. Aber: Das freundliche Prost an der Theke reicht sicher nicht aus, um als gemeinschaftsbildend anerkannt zu werden. Wer auf öffentliche Anerkennung setzt, braucht mehr als eine rote Pappnase. Er muss Einsatz beweisen - besonders für Menschen am Rande, nicht zuletzt für Einsame, denen das Lachen vergangen ist. Solidarität mit den Benachteiligten kann sich selbst beim Karnevalszug zeigen, wenn Migranten in den Arm genommen werden und ihre Kinder nach Kamelle greifen. Dabei geht es den Aktiven bestimmt nicht um Steuervorteile und Rentenpunkte, wohl aber um die verdiente Wertschätzung.

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