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Rheinische Post: Gegen Ebola hilft vor allem Wachsamkeit

Düsseldorf (ots) - Wir sollten nicht über die New Yorker Reinemachfrauen spotten, die am Flughafen La Guardia aus Angst vor Erbrochenem streiken. Ihre Handschuhe seien rissig, klagen sie, und sie wüssten ja nie, ob der Auswurf womöglich von einem Ebola-Fall komme, der an Bord erste Symptome zeigte. Wir alle kennen das Phänomen der Furcht, die auf dem Nährboden des Irrationalen gedeiht. Es ist das Unbekannte, das hier wütet: ein Virus, das in Afrika kaserniert schien, nun aber um die Welt reist. Die deutschen Sonderisolierstationen geraten jetzt systematisch in Kontakt mit ihm; deshalb können wir uns ausrechnen, wann die Düsseldorfer Uniklinik ihren ersten Fall bekommt. Es gibt jedenfalls einen lebensrettenden Wissensstand, der uns vor Panik schützen sollte: 1) Ansteckung lässt sich vermeiden; das Virus hasst Desinfektionsmittel, Hygiene und Wachsamkeit. 2) In der S-Bahn von Mönchengladbach nach Hagen muss niemand Mundschutz tragen; das Virus zirkuliert nicht in der Luft. 3) Großflughäfen wie Frankfurt sind potenzielle Keimschleudern, dort sollte man Körperkontakte meiden. 4) Jeder Arzt muss künftig bei einem sehr kranken, ihm unbekannten Patienten eine Frage mehr stellen: Wo waren Sie?

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