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Rheinische Post: Kommentar
Ende der Doppelspitze = Von Detlev Hüwel

Düsseldorf (ots) - Die CDU-Fraktion hat gestern den Landesvorsitzenden Armin Laschet mit einem Spitzenergebnis zum Fraktionschef gewählt. Damit sind beide Führungsämter in einer Hand. Und das ist auch richtig so. Eine Opposition darf sich personell nicht verzetteln, sondern sie muss ein Gesicht, eine "Adresse" haben, wenn sie von den Bürgern als ernstzunehmende Alternative zur Regierung wahrgenommen werden will. Das wusste die CDU zwar längst aus bitterer eigener Erfahrung, aber dennoch hat sie 2012 nach dem Wahldesaster in NRW die unselige Doppelspitze geschmiedet. Diese war von Anfang an ein fauler Kompromiss, weil zwei Männer nach Macht und Einfluss strebten und keiner nachgeben wollte. Das hat mitunter zu erheblichen Friktionen geführt. Damit ist es nun, nachdem Kanzlerin Merkel Laumann nach Berlin weggelobt hat, vorbei. Jetzt kann und muss Laschet zeigen, wie er die Union nach vorn bringen will, um 2017 die rot-grüne Regierung abzulösen. Dass er als Spitzenkandidat zur Landtagswahl antreten wird, dürfte seit gestern auch feststehen.

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