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Rheinische Post: Kommentar
Schüler sollen mündige Verbraucher werden = Von Gerhard Voogt

Düsseldorf (ots) - Das Schulfach Hauswirtschaft hat ein reichlich angestaubtes Image. Die Zeiten, in denen der Großteil der jungen Frauen nach der Schule heiratete, um Hausfrau und Mutter zu werden, sind ebenso Geschichte wie die ursprünglichen Lehrinhalte. Wie man Knöpfe annäht, Pudding anrührt oder Servietten faltet, wird bereits heute allenfalls noch am Rande vermittelt. Längst sind andere Themen in den Vordergrund gerückt. Ein landesweites Konzept für die Modernisierung gab es bislang nicht. Mit der Neuausrichtung des Fachs will die Landesregierung nun eine allgemeinverbindliche, wissenschaftliche Grundlage schaffen, bei der die Themen Ernährung, Konsum und Verbraucherschutz im Fokus stehen. Viele Schüler wissen immer noch viel zu wenig zum Beispiel über versteckte Dickmacher, Mogelpackungen oder die Risiken ihres Handytarifs. Die Weiterentwicklung der Inhalte ist also sehr sinnvoll. Dabei darf es aber ausschließlich darum gehen, die Jugendlichen zu mündigen Verbrauchern zu machen. Die Neuausrichtung darf nicht zum Instrument werden, um grüne Partei-Ideologie in die Lehrpläne einzuspritzen. Damit wäre die Chance auf eine breite Akzeptanz für den Neustart verspielt.

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