Rheinische Post

Rheinische Post: Gewalt in Israel

Düsseldorf (ots) - Ein Kommentar von Matthias Beermann:

Die revolutionären Ereignisse in Nordafrika und der Krieg in Libyen haben zuletzt die Aufmerksamkeit abgelenkt von der Lage in Israel. Das Attentat von Jerusalem hat die Welt jetzt daran erinnert, dass der Dauerkonflikt im Heiligen Land weiter schwelt. Welches perverse Kalkül hinter dem Anschlag steckt, kann man nur vermuten. In der Vergangenheit schlugen die Terroristen besonders dann zu, wenn es Gespräche zwischen Israelis und Palästinensern zu sabotieren galt. Doch davon konnte zuletzt keine Rede sein. Der Nahost-Friedensprozess steckt in der Sackgasse. Weder der israelische Regierungschef Netanjahu noch der Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas scheinen willens oder auch nur in der Lage, daran etwas zu ändern. Nun spitzt sich auch die Lage in Gaza wieder zu, wo die radikalislamische Hamas regiert. Es ist die Stunde der Scharfmacher. Zu lange haben wir an das Argument der arabischen Potentaten geglaubt, der Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern sei die Mutter aller Probleme im Nahen Osten. Die Aufstände in der arabischen Welt haben uns eines Besseren belehrt. Die Extremisten jedoch wollen das alte Feind-Schema zurück bomben. Hoffen wir, dass die israelischen Politiker nicht in diese plumpe Falle tappen.

Pressekontakt:

Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2303

Original-Content von: Rheinische Post, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: Rheinische Post

Das könnte Sie auch interessieren: